Zell am See - Kaprun

Skigebiet
Zell am See - Kaprun
5710
Kaprun
Salzburg

47.2013243, 12.73422

Sportarten
Freeride
Langlaufen
Skating
Skifahren
Snowboarden
Pisten
Pisten von 760 bis 3.029 Meter Seehöhe
Gesamt 138 km
Leicht 57 km
Mittel 55 km
Schwer 26 km
Information
Tiefschnee: Tourenberg Ronachkopf in Thumersbach (550 hm). Mittwochs Schneeschuh-Wanderung am Gletscher zum Ice-Camp (1,5 Std.).
Toptipp
02.11. - 04.11.2018: WOW Glacier Love: Größtes DJ-Partywochenende zum Saisonstart
08.12. - 12.12.2018: Upgrade to the Top of Pop – Livekonzerte, Partys. Schmitten-Kick-off
12.01. - 13.01.2019: einziger Austragungsort „Spartan Winter Race“
18.01. - 20.01.2019: GP Ice Race Zell am See
Lifte
Gesamtzahl 49
Stundenkapazität: 90,624 Personen
Skigebiete
Zell am See Schmittenhöhe, Kitzsteinhorn/Maiskogel, Kaprun
Tourismusbüro
Zell am See - Kaprun, Tel.: +43 (0)65 42 / 770
Auskunftstelefon
Schmitten, Tel.: +43 (0)65 42 / 78 92 11,
Gletscherbahnen, Tel.: +43 (0)65 47 / 86 21
Besonderheiten
Die steilste Piste: Trass-Abfahrt Schmittenhöhe 79 % Gefälle
Lange Funslope Schmitten, neuer Kidslope + Nightslope Schmitten (Di, Do, Fr).Funparks Schmitten, Maiskogel + Gletscher, Tauern Spa Kaprun, Nachtloipe, Maisiflitzer (Alpine Coaster).
Preise
Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 53,- / 39,- / 26,-
6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 260,- / 195,- / 130,- (Salzburger Super Ski Card)
Power of Zehn: Jeden Samstag zahlen Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren nur Euro 10,-
Schnee Okay-Arrangements: Familienwochen saisonal inkl. Skipass, Verleih
Loipen
Gesamt 214 km
Classic 107 km
Skating 107 km, inkl. 1 km Gletscherloipe, Anschluss an Pinzgauer und Saalachtaler Loipennetz. Je eine Nachtloipe in Zell am See und Kaprun

Zell am See – Kaprun
Schmitten drin im Skivergnügen

Schon auf den ersten Blick kann sich hier die Attraktion der Region erschließen. Wer auf der Gipfelwelt 3000 direkt an der Bergstation des Kitzsteinhorns durchatmet, blickt 2.300 Meter nach unten, in das im Hochwinter meist nicht blaue, sondern zumindest teilweise zugefrorene Rund des Zeller Sees und die nebenliegende, von einem dichten Liftnetz verschnürte Schmittenhöhe. Dazwischen bleibt viel Raum, den unter anderem das Tauern Spa Kaprun, erkennbar am aufsteigenden Wasserdampf, füllt. Wie sich das Kitzsteinhorn seit seiner Perfektionierung durch den Gletscherjet 3 + 4 in neuem Gewand präsentiert, lesen Sie im Detail in unserem Kapitel „Gletscher“ nach. Unten im Tal nimmt sich, das mit Kleinstadtleben punktende Zell am See wie ein Puppenstädtchen aus. Zell und sein See, in trauter Eintracht mit dem verglichen zum markanten Kitzsteinhorn sanft und waldreichen Skigebiet der Schmittenhöhe, kurz „Schmitten“ genannt, ist die sanfte Alternative. Wobei zwischen den Skigebieten ohnehin per Skibus gewechselt werden kann und die Liftpässe gelten. Der dazwischenliegende Maiskogel, der eine oft allzu unterschätzte Alternative bei stürmischem Wetter zum Kitz darstellt, ist ein eigenständiges, kleines Kapruner Skigebiet. Ein breiter, recht ebenmäßiger Hang, der seinen Bestzustand im untersten Hang rechts erreicht, wo oft die Slalomstangen zum Training rufen. Ohnehin ist es im Hochwinter häufig sinnvoll, eine Etage unter dem Glescher dem Pistenvergnügen zu huldigen. Als Unternehmen gehört der Maiskogel nun schon zum Kitzsteinhorn, bis es auch skitechnisch soweit ist, gilt es noch einen Winter zu warten.

Gleich fünf Auffahrten auf die liebevoll „Schmitten“ genannte Schmittenhöhe sind von Zell am See und Schüttdorf möglich. Mit der 10er- Gondel areitXpress geht es seit vergangenem Winter deutlich schneller von Schüttdorf aus hinauf. Der Trend zu den „kommunikativeren“ 10er-Gondeln setzt sich bei diesem Exemplar fort. Um die Gefahr des Gesprächs zu reduzieren wird aber W-Lan angeboten. Wichtiger ist aber der Kapazitätsschub der Wartezeiten zumindest reduzieren sollte. Zur Eröffnung gibt‘s dabei nicht nur Party, sondern auch einen günstigen 3-Tage-Pass. Neu ist auch die AreitAlm wo zum „Genießerfrühstück“ die erste Rast lockt. Ist auf der Schmitten die Spitze, die eine Kuppe ist, erreicht, steppt nahe der alten Holzkapelle beim „Schnapshans“ der Bär. Die kürzeren Abfahrten auf der „Rückseite“ der Schmittenhöhe bieten die beste Chance auf Pulverschnee und kleine Varianten. Vor allem zwischen Ketting- und Kapellenbahn sollte man auch Richtung Frühjahr hin noch fündig werden.

Seit zwei Wintern begeistert zusätzlich die neue Abfahrt entlang des ZellamSee-Express. Irgendwann wird dessen untere Etappe die Anbindung an den Skicircus Saalbach-Hinterglemm schaffen. Hinauf geht’s mit dem via Smartphone programmierbaren, satten Sound der Discogondel. Andere Töne dringen aus der Hütte: „Es wird zu wenig gesungen, auf die innere Stimme gehört. Jodeln, ein Lockruf mit abschließendem Juchezer als emotionaler Seelenaufschrei.“ So beschreibt es Tom (37) der als Jodellehrer zur Jodelschule ruft. Danach geht’s, entsprechnde Enthaltsamkeit beim Ölen der Stimme vorausgesetzt, noch zur abschließenden Abfahrt. Die direkte TrassXpress (14) ist mit bis zu 70 Prozent Gefälle das härteste, was die Schmitten zu bieten hat. Vielleicht bevorzugen gerade deshalb bessere Skifahrer den TrasseXpress sogar zum Start auf die Schmittenhöhe. Die Abfahrt bleibt knackig, denn sonnig wird es hier unten im Winter nur stundenweise. Nach so einem Jodelintermezzo ist es ohnehin sinnvoll, sich einmal ausführlicher dem Städtchen Zell am See zu widmen. Es führt auf die Spuren des Hirsches, dessen Geweihe schon beim Jodelkurs die Wände zieren. Das setzt sich fort bei Tobias Zant (37), wo man sich einem Fußball gleich ganz in Leder hüllen kann. Natürlich vom Hirsch, dem einzigen heimischen Tier, aus dem ein Beinkleid komplett geschnitten werden kann. „Früher hatten sie sogar lederne Unterhosen“, blickt Zant die sieben Generationen zurück, die Leder Zant bereits existiert. Übrigens: Die lange Lederhose kommt auf rund 1.000 Euro – und erfordert bis zur Fertigstellung zuletzt eineinhalb Jahre Geduld. Und in dieser Zeit diszipliniertes Essverhalten. Keine Frage, dass man im Laufe des abends dann auch kulinarisch noch zu Hirsch verleitet wird: Beim Shoppen einen feinen Hirschschinken als Souvenir erstehen und dann abends, in einem der zahlreiche ausgezeichneten Lokale – vielleicht im Hotel zum Hirschen – einen zünftigen Wildbraten mit Knödel einverleiben.

Als Pistenalternative bietet sich für einen Tag optimal auch Thumersbach am gegenüberliegenden Seeufer an. Um beim Vokabular zu bleiben: Dort kann man raufhirschen. Denn am ehemaligen Skiberg Ronachkopf wird eine Piste extra für Skitourengeher und Schneeschuhwanderer mit eindrucksvollen Ausblicken auf den Zeller See und die Hohen Tauern hergerichtet. Die Strecke ist rund 2.500 Meter lang und überwindet bis zur Enzianhütte 500 Höhenmeter. Und um auch hier dem Hirsch noch treu zu bleiben: Genial ist es, nutzt man die Gelegenheit in Thumersbach um einmal die Wildfütterung mitzuerleben. Bis zu 200 Tiere versammeln sich, Rehe, Mufflons und – wie könnte es anders sein – Hirsche mit mächtigen Geweihen.

Feste gehören hier zum Winteralltag – nicht nur zu den Eröffnungsevents in den Skigebieten. Egal ob es rein musikalische oder auch sportliche Veranstaltungen sind, stets ist man sich bewusst nicht in einem Skidorf, sondern einem Städtchen inmitten der verschneiten Bergwelt zu urlauben.

https://www.kitzsteinhorn.at/de