Liftfahren im Sessellift und Schlepplift
Die meisten Unfälle passieren beim Aussteigen und enden oft mit einem Sturz. Schwerwiegende Liftunfälle, bei denen das Seil aus den Rollen springt oder gar Menschen aus einem Sessellift fallen, sind hingegen glücklicherweise selten.
Richtig aussteigen
Schlepplifte sind heute schon eher die Ausnahme – für ungeübte Skifahrer und noch mehr für Snowboarder können sie gerade deshalb eine Herausforderung darstellen.
Fährt man zu zweit mit einem Schlepplift, so wird in einer ausgemachten Reihenfolge ausgestiegen: Der Erste rutscht vom Bügel, während der Zweite die Stange hält und anschließend den Bügel kontrolliert zur Seite schiebt.
Das größte Risiko sind jedoch modische Accessoires wie lässig herunterhängende Hosenträger oder lange Schals. Immer wieder gibt es Opfer, weil sich Träger oder Schal am Bügel verheddern und den Fahrer mitschleifen. Im schlimmsten Fall sind so sogar Strangulierungen möglich.
Sessellifte sind normalerweise viel einfacher zu benutzen: Während der Fahrt muss der Sicherheitsbügel unbedingt geschlossen bleiben und darf erst kurz vom dem Ausstieg geöffnet werden. Dabei werden die Skier von der Fußstütze genommen, die Skispitzen angehoben und die Skistöcke freigemacht. Neuerdings wird der Zeitpunkt zum Öffnen des Bügels durch Leuchtdiodenanzeigen bei der Ausstiegsstelle angezeigt. Leider bleibt der Sinn dieser Anzeige den meisten verborgen. Das erste Zeichen mit dem roten Bügel und „ZU“ ist die Vorwarnung. Der Bügel sollte erst geöffnet werden, wenn beim an der Ausstiegsstelle quer angebrachten Leuchtbalken die Dioden von rot und grün wechseln. Entgegen der Vermutung mancher Liftgäste gehen die Sicherheitsbügel auch bei den neuen Bahnen nicht automatisch auf. Nach dem Aussteigen ist darauf zu achten, in welche Richtung die Sitznachbarn abfahren – speziell, wenn beim Ausstieg zwei Pistenzugänge möglich sind.




