Lawinenkunde
Vorsicht im freien Gelände! Immer mehr Snowboarder, Tourengeher und Skifahrer suchen das Fahrvergnügen im Tiefschnee abseits der gesicherten Pisten.
Im Ernstfall
Richtig reagieren.
Kommt es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem Lawinenabgang und es gibt Verschüttete in der Gruppe, müssen die Rettungsmannschaften informiert werden. Hierbei müssen folgende fünf Punkte mitgeteilt werden.
> Wo: Beschreibung des Unfallortes
> Was ist geschehen?
> Wann ist es geschehen?
> Welche Verletzungen und wie viele Verletzte?
> Wer meldet und Angaben über Standort, Wetter und Landemöglichkeit für den Hubschrauber
Ist man selbst betroffen, sollte man:
> während des Lawinenabgangs Schwimmbewegungen ausführen, damit man möglichst an der Oberfläche der Lawine bleibt.
> wenn die Lawine langsamer wird, eine Kauerposition (Arme vor Kopf) einnehmen. Damit schafft man eine Atemhöhle, falls man komplett verschüttet wird.
> nach dem Stillstand Ruhe bewahren und die Lage prüfen. Falls möglich, sich selbst befreien. Kraft und Luft sparen !
> nicht schreien, das kostet wertvolle Luft. Ausnahme: Man hört Geräusche.
Sind andere aus der Gruppe betroffen, ist festzustellen wo die Verschütteten zuletzt gesehen wurden.
> Pieps (Lawinensuchgerät) auf Empfang stellen und systematisch suchen.
> In den ersten 15 Min. liegt die Überlebenschance bei 90%, nach 35 Min.sind es nur noch 25%.
Sicherheitsregel Nummer 1: Das Einfahren in freies Gelände sollte prinzipiell nur mit der dafür nötigen Ausrüstung – Lawinenpieps, Schaufel – erfolgen!

