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Ski Guide TV

Haubenküche

Beglückende Sterne

Genuss, voll auf der Höhe. Auch der Zeit.

HAUBEN UND STERNE sind im Winter daheim. Indieser Hinsicht müssen durch Restaurantguidesauf diese Art ausgezeichnete Gourmettempel auchin Wintersportzentren daheim sein. Eine Theorie,die schon seit gut einem Jahrzehnt zur Praxiswurde. Wenn heute abends über Sterne geplaudertwird, ist selten vom bestandenen Kapitalsterndie Rede. Wesentlich häufiger werden um dieseZeit Sterne gerühmt, die in Österreich vom Á-La-Carte-Gourmetführer vergeben werden. Und immeröfter nähern sich einander die Niveaus von Kücheund Meeresspiegel an. Je höher, desto besser.Auf ähnliche Ergebnisse kommt Gault-Millau, woallmählich die Haubenzahl der Küchen jene aufden Köpfen notorischer Helmverweigerer übertrifft.Gemeint sind nicht die Hauben zur Ausstattungjedes Chefkochs, sondern jene, die in den Skigebietenschon die Tore der Restaurants zieren.Denn die an dieser Stelle beschriebenen Köchetragen nicht nur stolz ihre Kochmütze, sondernwerken allesamt in von Guides ausgezeichnetenEdellokalen. Weil das immer häufiger inmitten von Skizentren geschieht, kamen wir schon längermit unserer Top10-Bewertung ins Schleudern undhaben unser exquisites Angebot auf 15 Restaurantserweitert. Noch immer zu wenige. Denn wo sonstBergpanoramen und sportliche Aktivität den Atemrauben, schaffen Köche gleiches mit ihren Kreationen.In der Fülle edelgastronomischer Angebote inHöhenlage kann Österreich kein Land das Wasserreichen. Deshalb darf die auf der nächsten Seiteangeführte Auflistung von pistennahen Spitzenrestaurantsin Höhenlagen jenseits der 1.400 Meter inalpinen Topregionen, beziehungsweise über 1.000Meter in den anderen Skigebieten, als durchauspersönliche Auswahl gelten.

MANCHE DER EDELSTEN CHEFKÖCHE scheiternleider an unserer strengen „Höhenkontrolle“.So finden sich im Bregenzerwald mehrere edleRestaurants, die besonders liebevoll regionaleProdukte auf höchstem Niveau veredeln: Das Schiffund Krone in Hittisau, Gams und Post (RestaurantIrma!) in Bezau, Schwanen in Bizau, Adler in Au und in Schwarzenberg sind es Hirschen und Alte Mühle.Alle durchaus passend zum Ambiente des sanftenWinterangebots. Die immer besser aufkochendeKilian-Stuba im Ifen-Hotel Kleinwalsertal könntees nächstes Jahr mit über 1.100 Meter Seehöhein unsere Top 15 schaffen.

NICHT SELTEN SCHEITERN STARS an ortsinternerKonkurrenz. So ist in Ischgl der Wettstreit zwischendem (auch noch nicht) alten PlatzhirschenMartin Sieberer und Jungstar Benny Parth seitlangem voll entbrandt. Wobei wir auch dieses Jahrdem mit beiden Beinen fest am Boden stehendenKoch der Patznauner Stuben den Zuschlag gaben.In Ischgl lockt aber auch das Schlosshotel Romantica,Das Mad im Designhotel Madlein hattenur eine kurze Blüte. Allein zu beiden Seiten desArlbergs ist eine schier unglaubliche Ansammlungvon Spitzenlokalen aufzuspüren. Wir stellendie – nicht nur – geografische Spitze vor. Dochob Aurelio's, Fux Brunnenhof, La Fenice im HotelArlberg, Almhof Schneider, Burg-Hotel, Post oderZur Kanne oder Hotel Krone – alles tolle Lokale,aber bedauerliche Opfer unseres „Nur“-Prinzips„Ein Ort, ein Restaurant“. In St. Christoph bietenHospiz samt Alm nicht nur eine gelungene Küche,sondern in dieser Höhenlage den bestsortiertenWeinkeller mit Bordeaux-Großgebinden außerhalbFrankreichs. Wobei es seit dem Vorjahr auch inSt. Anton gastronomisch ausgesprochen spannendgeworden ist. Wirklich auf der Piste liegt dieVerwallstube, „Oben im Mooser“, zuvor Vinzenz,kochte im vergangenen Winter nicht mehr aufTopniveau. In St. Anton selbst erfreuen mehrereRestaurants. Rafflstube und das klassische Steakhausim Sporthotel zeigen Kontinuität und sindimmer einen abendlichen Abstecher wert.

VERGLEICHBARE HYMNEN stimmen Gourmetsüber Kitzbühel und Umgebung an. Dort gibt eszwar (noch) keine echte Toplokalität im oberenStockwerk, dafür lässt sich in tieferer Lage wenigbemeckern. In Kitzbühel selbst ist es oft einfacheine Frage des persönlichen Geschmacks, wohinman sich wendet. Wobei es hier kulinarischschon mehr Auswahl gegeben hat: Club Arosa(„Heimatliebe“) und Petit Tirolia im Grand TiroliaResort sind nicht mehr absolute Hits, das Pendelschlägt derzeit zum traditionsreichen Tennerhof inHanglage aus. Denn Neuwirt im Schwarzen Adlerverzichtet dem vernehmen nach nun auf A-la-Carte-Gäste. Wer vegan bevorzugt wird im HappyKuh, im Q-Resort am Bahnhof fündig. Es gibt dortaber auch andere Menüs. Nur zu niedrig liegen unsdie Kitzbüheler Betriebe halt. Überraschend wenigtut sich im Raum Seefeld. Das Klosterbräu istaber meist eine gute Adresse und das Interalpenbei Mösern, sofern man bereit ist für den „ChefTable“ sich zwei Tage vorher anzumelden und tiefin die Tasche zu greifen. Im „Salzburgischen“konzentrieren sich bis auf wenige im Anschlussbeschriebene Ausnahmen die Toplokale auf denRaum Salzburg. Im wintersportlichen Umfeldwären mit den Obauers in Werfen – die Kochbrüdersind selbst begeisterte Ski(renn)läufer(!)– sowie der Erlhof in Zell am See, Restaurantszu nennen, die eine weitere Abendanreise lohnen.Erfreulich auch der Kirchenwirt in Leogang,im Lungau lockt seit Jahren das Mesnerhausin Mauterndorf und neu ist in Werfenweng dasTravelcharme-Restaurant Alpenzeit. In der Steiermarkliegen die Toplokale eher in der Wein- undThermenregion, zwei hoch gelegene Ausnahmenhaben wir aber ausgekundschaftet. Positiv istjüngst die Entwicklung im WM-Ort Schladming,wo das Johann im Posthotel wirklich Freude macht.Erfreulich ist auch die Grimmingwurz’n von BadMitterndorf. In Kärnten ist das WintersportzentrumBad Kleinkirchheim mit Ronacher, Pulverer, Drägeund jüngst dem Nock Resort bestens versorgt.

EDELKÜCHE in den ober- oder niederösterreichischenSkigebieten aufzutreiben, ist kein leichtesUnterfangen. In der Grünau ist der Almtalhof erwähnenswert.Am Semmering wiederum hat sichdie Gastronomie des Panhans verbessert

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