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Spitzenbetriebe

Beglückende Sterne

Genuss, voll auf der Höhe. Auch der Zeit.

Vom Arlberg nach Kitzbühel

Manche der edelsten Chefköche scheitern leider an unserer strengen „Höhenkontrolle“. So finden sich im Bregenzerwald mehrere edle Restaurants, die besonders liebevoll regionale Produkte auf höchstem Niveau veredeln: Das Schiff und Krone in Hittisau, Gams und Post in Bezau, Schwanen in Bizau, Adler in Au und in Schwarzenberg sind es Hirschen und Alte Mühle. Alle durchaus passend zum Ambiente des sanften Winterangebots. Auch der Löwe und der Montafoner Hof in Schruns-Tschagguns lagen uns einfach zu niedrig, beide sind aber nach dem Skilauf im Montafon heiße Tipps.

Nicht selten scheitern Stars an ortsinterner Konkurrenz. So ist in Ischgl der Wettstreit zwischen dem (auch noch nicht) alten Platzhirschen Martin Sieberer und Jungstar Benny Parth voll entbrandt. Wobei wir diesmal dem mit beiden Beinen fest am Boden stehenden Koch der Patznauner Stuben den Zuschlag gaben.

In Ischgl locken aber auch das Schlosshotel Romantica und neu Mad im Designhotel Madlein. Allein zu beiden Seiten des Arlbergs ist eine schier unglaubliche Ansammlung von Spitzenlokalen aufzuspüren. Wir stellen die – nicht nur – geografische Spitze vor. Doch ob Aurelio's, Fux Brunnenhof, La Fenice im Hotel Arlberg, Burg-Hotel, Post oder Zur Kanne, Hotel Krone oder die in Zug gelegene Rote Wand – alles tolle Lokale, wobei sich der Almhof Schneider wieder in allerhöchstes Niveau gekocht hat.

Es sind alles bedauerliche Opfer unseres nur Prinzips „Ein Ort, ein Restaurant“. In St. Christoph bieten Hospiz samt Alm nicht nur eine gelungene Küche, sondern in dieser Höhenlage den bestsortierten Weinkeller mit Bordeaux-Großgebinden außerhalb Frankreichs. Wobei es seit dem Vorjahr auch in St. Anton gastronomisch ausgesprochen spannend geworden ist. Wirklich auf der Piste matchen sich Verwallstube und Vinzenz, unten gilt gleiches für mehrere Restaurants.

Wunderbar war im Vorjahr der Einstieg des Hotel Tannenhof im Ortsteil Nasserein. Leider hat das Engagement eines zusätzlichen Topkochs nicht das Niveau, sondern nur die Preise erhöht. Rafflstube und das Steakhaus im Sporthotel zeigen Kontinuität und sind immer einen abendlichen Abstecher wert.

Vergleichbare Hymnen stimmen Gourmets über Kitzbühel und Umgebung an. Dort gibt es zwar keine echte Toplokalität im oberen Stockwerk, dafür lässt sich in tieferer Lage wenig bemeckern. Herausgehoben haben wir diesmal den hart an der Tausendergrenze schrammenden Simon Taxacher in Kirchberg.
In Kitzbühel selbst ist es oft einfach eine Frage des persönlichen Geschmacks, wohin man sich wendet. Beim Golfplatz-Vergleich Schloss Kaps (Club Arosa, Restaurant „Heimatliebe“) zum Grand Tirolia Resort schlägt das Pendel zur unkitschigen Variante am Golfplatz Eichenheim aus. Der Neuwirt im Schwarzen Adler ist bereits langjährig Spitze, spannend wird, wie sich das erste vegane Restaurant im Q-Resort am Bahnhof entwickeln wird. Spaß machen aber auch Abendessen in der Schwedenkapelle oder im Tennerhof. Nur zu niedrig liegen uns die Kitzbüheler Betriebe halt.

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