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Nordic
Loipe
Langlauf

Langlauf, Skating und Loipen

Tausende Loipenkilometer für gesundes Wohlbefinden.

Die richtige Technik

Prinzipiell kann angemerkt werden: Bei der freien Technik (Skating) sind Bewegungserfahrungen vom Inlineskaten oder Eislaufen hilfreich. Hier kommt der Puls wie beim Joggen rasch in höhere Bereiche, während man es in der klassischen Technik eher gemütlich angehen kann. Anfänger „gehen“ einfach mit den Skiern an den Beinen. Reicht einem diese fast stapfende Bewegung, trifft der alte Slogan „Jeder, der gehen kann, kann auch langlaufen“ zu. Doch spätestens wenn die ersten Profis mit ästhetischen Diagonalschritten in x-facher Geschwindigkeit an einem vorüberziehen, ist noch bei jedem der Ehrgeiz geweckt worden. Entscheidend ist der Beinabstoß, der exakt unter dem Körpermittelpunkt erfolgen soll. Dann wird die Hüfte leicht nach vorne geschoben, das Gewicht verlagert sich vom Abstoß- auf das Gleitbein. Darauf sollte eine möglichst lange Gleitphase erfolgen, in der der gegengleiche Arm den Schwung bis zum nächsten Stockeinsatz mitnimmt. Aber vom Papier hat das noch keiner gelernt. Wer keinen Langlauflehrer anheuern will, braucht nur zu schauen: Wer am schnellsten läuft, verfügt auch über die beste Technik. Ergänzt wird der Diagonalschritt mit der inzwischen bei Wettkämpfen vorherrschenden, aber wenig eleganten kraftvollen Doppelstocktechnik, wo die Stöcke parallel bis in Augenhöhe nach vor geschwungen werden.

Noch häufiger sind die Autodidakten in der freien Technik anzutreffen. Es ist auch verlockend, denn welcher Alpinläufer hat noch nicht Flachstücke mit kräftigen Schlittschuhschritten überwunden? Profis wie Felix Gottwald sehen aber auf den ersten Blick technische Defizite. Diese schnellere Langlaufvariante basiert im Prinzip auf einem Grundschritt in drei Varianten: Beim „gemütlichen“ Eintakter gibt es zu jedem Doppelstockeinsatz einen Beinabstoß. Beim rasanten Zweitakter heißt es Links-Rechts-Doppelstock, wobei die Abfolge zwischen Links und Rechts gewechselt werden sollte. Geht es steiler bergauf, erfolgt der Stockeinsatz fast automatisch leicht zeitversetzt („asymmetrisch“). Skating wird aufgrund des Tempos und der einfacheren Technik von Kindern und Jugendlichen bevorzugt. Am anderen Ende der Altersskala ist Nordic Cross (oder Cruising) angesiedelt, das auch als einfacher Einstieg in den Langlaufsport gesehen werden kann. Mit etwas breiteren Skiern geht es durch die freie Natur, da können Diagonal- und Skatingelemente kombiniert werden.

Sonst ist das nicht so einfach, denn vom Material her muss die Entscheidung zugunsten einer Technik fallen. Nur beim Schuh werden Kombimodelle angeboten, die aber nicht unbedingt Freude bereiten. Daher ist es für Einsteiger wohl am sinnvollsten, vor dem Kauf einen Kurs samt Leihmaterial zu buchen.

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