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Funpark
Freestyle

Boarding: Snowpark und Funpark

Obstacles wachsen in den Himmel.

Kicker, Rails und Boxen

Doch das Zentrum des jungen Treibens sind und bleiben die Funparks mit ihren Kickern unterschiedlicher Höhe, den Rails und Boxen. ZurBequemlichkeit werden auch immer häufiger kleine Lifte an den Pipes errichtet, etwa in Flachauwinkl oder am Stubaier Gletscher. Docherst die Arbeit, dann das Vergnügen. Daran denkt kaum jemand, sieht er die seit über einem Jahrzehnt von den Pistenrändern ins Zentrumrückenden Halfpipes und Schanzen, die längst zu kompletten Snow- oder Funparks gestylt werden. Kaum eine Region verzichtet heute auf dieses Angebot, um das sich meist eine junge Szene gruppiert.Wie komplex es ist, diese Parks in den Schnee zu zaubern, erzählte dem Ski Guide Austria Martin Liebmann (31), der als Shaper den Glacier Parkam Kitzsteinhorn in Form hält. Sechs fix angestellte Shaper hegen die drei Parks, hinzu kommen Raupenfahrer und drei Teilzeitkräfte, darunter einsemiprofessioneller Boarder aus den Niederlanden. Selbst werkt der Einheimische seit fünf Jahren während der Saison im Rhythmus vier Tage arbeiten, drei Tage frei. Arbeit bedeutet um 7.40Uhr hinauf zu fahren, frei für ihn, meist den Park selbst zu nutzen. „Wegen des Geldes allein macht das keiner hier oben“, grinst er.Gerade am Gletscher ist der Aufbau kompliziert. Denn helfen bei Halfpipes und Kickern oft fixe Erdbauten mit weniger Schnee auszukommen,läuft es oben andersrum. Der Gletscher fließt, die Hindernisse müssen regelmäßig erneuert werden. Die Kunst der richtigen Gestaltung ist vor allemden Absprungwinkel richtig zu berechnen. Hier helfe allein die Routine. „Beim ersten Jump trotz vorsichtigem Anlauf mit enormer Air über den Vorbausegeln, um schließlich im Flat zu zerschellen, das hat fast jeder schon mal erlebt“, weiß Freeskier Dominik aus schmerzlicher Erfahrung. Dieszu verhindern ist die Aufgabe der Shaper. Bei 30 Obstacles am Kitzsteinhorn eine ordentliche Herausforderung. Denn es gilt im Winter neueSchneefälle einzuberechnen, die Jumps nicht zu erhöhen. Den Endruck, die Sprünge werden ineinem Wettstreit der Parks immer höher, dementiert Liebmann. Sicherheit sei oberstes Gebot in den durch Schildern deutlich gekennzeichneten„Sonderzonen“.

Nach den großen Skizentren sind Halfpipes, vor allem aber Rails und Boxes, häufig auch in sehr kleinen Gebieten anzutreffen. So verfügt sogar dieWeinebene über einen ansehnlichen Freestylepark. Und im „Kinder-Lachtal“, findet man eine smarte Ski-Area für Mini-Boarder. „Loserfenster",Mönichkirchen, Kasberg und der Semmering sind weitere östliche Fun-Tipps. Ausgezeichnete Cross Strecken findet man zum Beispiel im Damüls,Hochficht und auf der Zwieselalm. Seit einigen Jahren drängen Freeskier in die Parks: New School wurde zum dritten Element neben Piste und Powder.In den Parks sind Kicker (Schanzen), Boxes (Kästen) und Rails (Geländer) bevorzugt unfallfrei zu bewältigen. Ein wirklich cooler Snowpark muss so vieleObstacles (Hindernisse) aufweisen, dass für jeden das Passende dabei ist. So unterscheiden sich die Lines in der Größe der Kicker, der Länge der speziell von Freeskiern gesuchten Rails und der Vielfalt inden Formen der Boxes. Entscheidend für die Qualität des Parks ist nicht zuletzt Art und Häufigkeit der Wartung. Zum Glück beschränken sich immer weniger Regionen darauf, den Park mit den ersten Schneefällen fertig zu stellen – und dann zu ignorieren. So wird der Fun- zum Frustpark.

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