Eislaufen, Hundeschlitten, Winterwandern und Co.
Schnee-Erlebnis abseits der Pisten.
Eislaufen
Ein Klassiker ist auch das Eislaufen, das zum Winter gehört wie das Skifahren und der Schnee. Für alle, die nach einem aufregenden Tag auf den Skipisten noch etwas Entspannung suchen oder einfach keine Lust zum Treiben auf den Pisten haben, ist eine Runde auf einem der zahlreichen Eislaufplätze genau das Richtige. In ganz Österreich gibt es unzählige Möglichkeiten dazu – entweder auf Kunsteislaufbahnen, Eisringen, Natureislaufplätzen oder natürlich auf den vielen Teichen und Seen. Es geht nichts über den Genuss, über Spiegeleis zu flitzen und gleichzeitig unterhalb das Geschehen im Wasser zu beobachten. Alles, was dazu nötig ist, sind ein paar Schlittschuhe, die überall auch ausgeliehen werden können, und schon kann es losgehen. Schon nach den ersten Runden auf dem Eisplatz huscht meist ein Lächeln über die Gesichter der Menschen. Eislaufen macht lustig und weckt außerdem meist Erinnerungen an die eigenen Kindertage. Das wohl herausragendste Eislauferlebnis in Österreich lässt sich auf dem Kärntner Weissensee verspüren. Der 6,5 Quadratkilometer große See ist die größte beständig zufrierende präparierte Natureisfläche Europas. „Zu Kathrein friert der See zu“, lautet eine alte Bauernregel, die sich jedes Jahr aufs Neue bestätigt. Pünktlich um den 25. November (Kathrein) beginnt sich auf dem kleinen Westteil des Weissensees eine dünne Eisschicht zu bilden. Von Mitte Dezember bis Anfang März tummeln sich dann auf der bis zu 40 Zentimeter dicken Eisdecke nicht nur Eissportler, man begegnet auch Pferdeschlitten, und Winterwanderer genießen die einzigartige Kulisse. Ein eigener Eismeister sorgt mit seinem Team für die Pflege von bis zu 25 Kilometer Eislaufrundbahnen, Eisstockbahnen, Eishockeyplätzen und der 400- Meter-Bahn für Eisschnellläufer.
Mit internationalen Eislaufveranstaltungen ist der Weissensee über die Grenzen des Landes hinaus bekannt geworden: So treffen sich dort Ende Jänner rund 5000 Gäste, darunter die weltbesten Marathoneisschnellläufer, zu Eisschnelllaufbewerben über 50, 100 und 200 Kilometer im Rahmen der „Alternativen holländischen Elf-Städte-Tour“, weil es in den Niederlanden längst nicht mehr die entsprechenden kalten Temperaturen für diese Bewerbe gibt. Auch das Internationale Eisgolfturnier Mitte Februar sorgt für entsprechende Resonanz – wengleich weniger rasant, sondern wesentlich gemütlicher.
Am Weissensee gibt es übrigens die einzige Eislaufakademie auf Natureis: Zu Weihnachten und in den ersten beiden Februarwochen kann man hier die Kunst des Eislaufens und Eisschnelllaufens erlernen.

