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Skigebiete Oberösterreich
Tiefschnee

Die besten Skigebiete Oberösterreichs

Überraschende Vielfalt im Kleinen

Gemessen an der Größe des Landes sind Skigebiete in Oberösterreich nicht gerade üppig gesät: Gerade 20 Wintersportgebiete gibt es im Land, und darunter sind einige ausgesprochen kleine örtliche Skilifte. Das hängt damit zusammen, dass Oberösterreich über weite Flächen eher flach und hügelig ist und lediglich im Norden – im Böhmerwald – und im Süden – an der Grenze zur Steiermark und zu Salzburg – über nennenswerte Bergformationen verfügt.

Doch dort kann sich das Angebot für Wintersportler durchaus sehen lassen.

Das größte zusammenhängende Skigebiet ist mit 140 Pistenkilometern die Region Dachstein-West, doch die befindet sich zu einem Gutteil in Salzburg – und ist in diesem Guide daher auch im Bundesland Salzburg zu finden. Der oberösterreichische Ausgangspunkt in die Region Dachstein-West befindet sich in Gosau. Daneben am bekanntesten ist wohl das Skigebiet Hinterstoder – Höss, das unter anderem mit der nach Abfahrtsweltmeister Hannes Trinkl benannten Weltcup-Strecke aufwartet. Die Kombination von schöner Bergkulisse und Hüttengemütlichkeit macht Hinterstoder trotz seiner nur 36 Pistenkilometer zu einem Skigebiet, in dem sowohl Familien als auch sportliche Carver und Snowboarder auf ihre Kosten kommen.

Das zweite bekanntere Skigebiet Oberösterreichs ist wohl Hochficht, das im Norden an der tschechischen Grenze gelegen ist. Dort im Böhmerwald fühlen sich vor allem Anfänger, weniger geübte Skiläufer und Familien am wohlsten – schwarze Abfahrten beschränken sich auf einen Kilometer Länge. Obwohl Hochficht nur 1338 Meter hoch ist, stimmen die Schneeverhältnisse meist dank der regionalen klimatischen Bedingungen. In der laufenden Saison wurden auch einige Verbesserungen vorgenommen, was die Beschneiungsanlagen und die Flexibilität bei Stundenkarten betrifft.

Ein weiteres größeres Skigebiet im Land ob der Enns ist der nahe dem Dachstein gelegene Krippenstein, der bei Freeskiern und Snowboardern dank seiner großen Möglichkeiten im freien Raum Kultstatus genießt. Selbst Scheeschuhwandern, Eisklettern und Hundeschlittenfahren ist dort möglich.

Zu erwähnen sind auch der Kasberg bei Grünau im Almtal oder die schon genannte Wurzeralm, beide im Süden des Landes gelegen. Aber auch die kleineren, machmal nur wenige Kilometer großen Skigebiete haben durchaus ihren Reiz – insbesondere für Gäste, denen es in erster Linie um das Wintererlebnis geht und weniger darum, den ganzen Tag über möglichst viele verschiedene Pisten zu brettern. Selbstverständlich finden auch Langlauffans in Oberösterreich zahlreiche Möglichkeiten vor, ihrem Lieblingssport nachzugehen: An die 400 Kilometer gespurte Loipen stehen ihnen dafür zur Verfügung. Die meisten mit 117 Kilometern übrigens auf der Wurzeralm, gefolgt von 66 Kilometern Höhenloipen in Hochficht.

Unabhängig von ihrer Größe und Häufigkeit, die im Vergleich zu anderen Bundesländern vielleicht etwas gering ausfällt, sind die oberösterreichischen Skigebiete jedoch in der Regel gut in Schuss und werden laufend modernisiert. Auch wenn heuer wenig Investitionen in die Verbesserung der Infrastruktur auf und abseits der Pisten flossen, so ist das Niveau hoch. Wurden doch in den vergangenen Jahren deutliche zweistellige Millionenbeträge von den Skigebietsbetreibern investiert. Einem ungetrübten Wintervergnügen in Oberösterreich steht somit nichts im Wege. 

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