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Skigebiete Kärnten
Panoramablick

Die besten Skigebiete Kärntens

Carven im sonnigen Süden

Das südlichste Bundesland Österreichs, Kärnten, wird in erster Linie mit seinen Seen und seiner Nähe zu Italien und Slowenien in Verbindung gebracht – und erst in zweiter Linie mit seinen Bergen. Dabei übt gerade diese Kombination einen besonderen Reiz aus – speziell im Winter. Denn da gibt es bei entsprechenden Temperaturen eine Vielzahl von kleineren und größeren natürlichen Eisflächen, die durchaus eine attraktive Ergänzung zum alpinen Wintersport darstellen.

Der Skilauf mag zwar in Tirol – neben dem niederösterreichischen Lilienfeld – seine Wurzeln haben, aber auch in Kärnten hat er eine lange Tradition.

Das Land, das mit dem Slogan „Urlaub bei Freunden“ wirbt, hat eine Reihe bekannter und erfolgreicher Skirennläufer hervorgebracht – allen voran Abfahrts-Olympiasieger Franz Klammer. Der Skikaiser und Sympathieträger agiert heute als Testimonial – unter anderem auch für den Wintersportort Bad Kleinhirchheim. Überdurchschnittliche Leistungen auf der Piste haben aber etwa auch Erik(a) Schinegger, Christian Mayr, Fritz „The Cat“ Strobl oder zuletzt Rainer Schönfelder gebracht – und sie alle haben das Skifahren auf den Kärntner Sonnenhängen erlernt.

Möglichkeiten, dem alpinen und nordischen Wintersport zu frönen, gibt es in Kärnten reichlich: Mit Ausnahme von Nassfeld und eventuell Bad Kleinkirchheim gibt es im Süden freilich keine so richtig bekannte Skiregion. Im Vergleich zu Tiroler oder Salzburger Paradeorten sind die Kärntern Skigemeinden auch meist um einiges kleiner und weniger glamourös. Nichtsdesto trotz ist Kärnten eine absolute Empfehlung für Skifahrer und Snowboarder.

Die vielen kleineren Skigebiete, die oft auch für Familien attraktiv sind, sind zuletzt allerdings unter wirtschaftlichen Druck geraten. Die Simonhöhe musste schon vor einiger Zeit reduziert werden, läuft aber jetzt wieder profitabel. Im Gegensatz zum Hochrindl, der Koralpe und der Falkert, die 2011 in Schwierigkeiten geraten sind – beim Hochrindl war zu Redaktionsschluss noch die Investorensuche zum Weiterbetrieb des ansprechenden Skigebietes
im Laufen. Größere Investitionen in neue Aufstiegshilfen und Beschneiungsanlagen wurden hingegen am Goldeck nahe Spital an der Drau
vorgenommen und so das Skigebiet, das mit einer 8,5 Kilometer langen schwarzen Abfahrt aufwartet, auf modernem Standard gebracht.

Das beste und weitläufigste Skigebiet ist sicher das Nassfeld in den karnischen Bergen, das mit seiner Grenzlage zu Italien und einer beeindruckenden Naturkulisse lockt. Beeindruckend ist aber auch Heiligenblut mit seinem Blick auf den Großglockner und Pisten, die bis auf fast 3000 Meter Seehöhe führen. Noch höher ist nur das Skigebiet Mölltaler Gletscher gelegen, das einzige seiner Art in Kärnten. Erwähnenswert ist auch der recht ausgedehnte Katschberg, der schon an der Grenze zu Salzburg liegt, oder die als ausgesprochen schneesicher geltende Turracher Höhe im kärntnerisch-steirischen Grenzgebiet. Quer durchs Land finden sich zahlreiche Skigebiete für alle Ansprüche – von der Goldeck-Bahn in Spittal an der Drau, der Sonnenalpe Gerlitzen mit ihrem grandiosen Blick auf das Villacher Becken über die Petzen an der Grenze zu Slowenien, die Koralpe Richtung Steiermark oder das nordöstlich gelegene Klippitztörl, das immer wieder nationalen und internationalen Skiteams als Trainigsstätte dient. Daneben gibt es noch zahlreiche kleinere Familienskigebiete wie das Dreiländereck, die St. Urban Höhe oder das Hochrindl.

Dazu kommen noch das überdurchschnittliche Thermenangebot beispielsweise in Warmbad Villach oder Bad Kleinkirchheim, zahlreiche Rodelbahnen und Loipen sowie teilweise ein ausgedehntes Winterwanderwegenetz. Der Villacher Hausberg Dobratsch etwa ist nach der Stilllegung des Skiliftbetriebs vor einigen Jahren heute zu einem echten Dorado für Winterausflügler, Wanderer und Tourengeher geworden.

Eine regionale Besonderheit sollte ebenfalls nicht unerwähnt bleiben: Da Kärnten südlich der Tauern liegt, ist es klimatisch anders ausgerichtet als der Rest Österreichs, was insbesondere auf den Schneefall Auswirkungen hat. Wenn es in Salzburg und der Steiermark schneit, passiert es nicht selten, dass Kärntner Skigebiete keine Flocke abbekommen – eventuell mit Ausnahme von Katschberg und Turracher Höhe. Gibt es dafür ein ordentliches Adriatief, das von Italien nordwärts zieht, dann schneit es in Kärnten – speziell am Nassfeld, aber auch im Villacher Raum bis in die Nockberge – so viel, dass man wirklich von einem Wintermärchen sprechen kann.

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