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Skigebiete Kärnten
Panoramablick

Die besten Skigebiete Kärntens

Das südlichste Bundesland Österreichs, Kärnten, wird in erster Linie mit seinen Seen und seiner Nähe zu Italien und Slowenien in Verbindung gebracht – und erst in zweiter Linie mit seinen Bergen. Dabei übt gerade diese Kombination einen besonderen Reiz aus – speziell im Winter.

Denn es gibt eine Vielzahl von kleineren und größeren natürlichen Eisflächen, die eine attraktive Ergänzung zum alpinen und nordischen Wintersport darstellen - allen voran natürlich der Weissensee, mit 6,5 Quadratkilometer die größte präparierte Natureisfläche Europas. Dort findet so wie jedes Jahr vom 21. bis 31. Jänner 2015 die „Alternative Holländische Elf-Städte-Tour“, die größte Eissportveranstaltung der Welt statt.
Das Land, das mit dem Slogan „Lust am Leben“ wirbt, hat eine Reihe bekannter und erfolgreicher Skirennläufer hervorgebracht – allen voran Abfahrts-Olympiasieger Franz Klammer. Der Skikaiser und Sympathieträger agiert heute als wichtigstes Testimonial – unter anderem auch für den Wintersportort Bad Kleinkirchheim. Bekannt sind aber auch Erik(a) Schinegger, Christian Mayr, Fritz „The Cat“ Strobl, Rainer Schönfelder oder Matthias Mayer – sie alle haben das Skifahren auf den Kärntner Sonnenhängen erlernt. Möglichkeiten, dem alpinen und nordischen Wintersport zu frönen, gibt es in Kärnten reichlich: Richtig bekannt sind allerdings nur das Nassfeld und Bad Kleinkirchheim.
Im Vergleich zu Tiroler oder Salzburger Paradeorten sind die Kärntner Skigemeinden meist um einiges kleiner und weniger glamourös. Nichts desto trotz ist Kärnten eine absolute Empfehlung für Skifahrer und Snowboarder. Immerhin kann es auch mit einem Gletscher - dem Mölltaler - aufwarten und auch in dieser exklusiven Liga mitspielen.

Viele kleinere Skigebiete, die oft auch für Familien attraktiv sind, gerieten zuletzt allerdings unter wirtschaftlichen Druck. Die Simonhöhe musste schon vor einiger Zeit reduziert werden, läuft aber jetzt als Kinder- und Familienskigebiet wieder einigermaßen profitabel. Im Gegensatz zu Hochrindl, Koralpe, Falkert, Petzen oder Innerkrems, die weiter strampeln müssen, obwohl sie viel zu bieten und durchaus ihre Fans haben. Das zwischen Gerlitze und Bad Kleinkirchheim beim Mirnock gelegene Verditz, ein uriges Gebiet mit dem Charme der Sechsziger Jahre musste 2012 wegen mangelnden wirtschaftlichen Erfolgs leider zugesperrt werden. Es wird aber wohl in Zukunft ein beliebtes Tourengebiet werden, so wie es auch dem schon viel früher stillgelegten Skigebiet Dobratsch gelang. Größere Investitionen in neue Lift- und Pisteninfrastruktur wurden dagegen zuletzt lediglich am Goldeck nahe Spital, in Heiligenblut, in Bad Kleinkirchhein und auf der Gerlitze getätigt.

Das Nassfeld in den karnischen Bergen, das mit seiner Grenzlage zu Italien und einer beeindruckenden Naturkulisse lockt und auch bei den laufenden Investionen Spitzenreiter ist. Beeindruckend sind auch Heiligenblut mit dem Blick auf den Großglockner und Pisten, die fast die 3.000er-Marke erreichen sowie der Ankogel, wo die Pisten bis auf 2.636 Meter hinaufgehen. Noch höher ist nur der Mölltaler Gletscher gelegen. Erwähnenswert ist auch der Katschberg an der Grenze zu Salzburg oder die als ausgesprochen schneesicher geltende Turracher Höhe im kärntnerisch-steirischen Grenzgebiet. Quer durchs Land finden sich zahlreiche Skigebiete für alle Ansprüche – vom Goldeck in Spittal an der Drau, der Sonnenalpe Gerlitze mit ihrem grandiosen Blick auf die Karawanken über die Petzen an der Grenze zu Slowenien, die Koralpe Richtung Steiermark oder das nordöstlich gelegene Klippitztörl, das immer wieder Skiteams als Trainingsareal dient. Daneben gibt es noch eine Reihe kleinerer Familiengebiete.
Dazu kommen noch das überdurchschnittliche Thermenangebot wie in Warmbad Villach oder Bad Kleinkirchheim, viele Rodelbahnen und Loipen sowie ein ausgedehntes Winterwanderwegenetz. Der Villacher Hausberg Dobratsch hat sich zu einem echten Dorado für Winterausflügler, Wanderer und Tourengeher entwicklet. Besonders nimmt sich Kärnten heuer übrigens den Damen an – mittels spezieller „Ladypakete“, in die ein Zwei-Tage Ski/ Snowboardkurs in Kleingruppen inklusive Leihmaterial und als Alternativprogramm am dritten Tag das Testen von Wintersportarten wie Schneeschuhwandern, Rodeln, Langlaufen inkludiert sind.

Eine regionale Besonderheit: Da Kärnten südlich der Tauern liegt, ist es klimatisch anders ausgerichtet als das restliche Österreich. Wenn es in Salzburg und der Steiermark schneit, passiert es nicht selten, dass Kärntner Skigebiete keine Flocke abbekommen – vielleicht mit Ausnahme von Katschberg und Turracher Höhe. Gibt es dafür ein ordentliches Adriatief, das von Italien nordwärts zieht, dann schneit es in Kärnten – speziell am Nassfeld, aber auch im Villacher Raum bis in die Nockberge – oft in derartigen Mengen, dass man ohne Übertreibung von einem echten Wintermärchen sprechen kann.

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