Von Innsbruck gesehen pflanzt sich hinter der Bergiselschanze ein Gipfel im Ebenmaß einer Pyramide auf: die Serles, Eingangstor ins Stubaital. Als nächste Landmark faltet sich ab der Autobahnabfahrt Schönberg der Stubaier Gletscher in weißer Pracht auf. Ein noch 30 Kilometer entferntes Ziel. Davor liegen drei weniger aufregende Skigebiete, wo man aber wesentlich rascher seine Bretteln anschnallen kann. Relativ bald geht’s rechter Hand über Telfes zur Talstation der nun leistungsstarken Gondel in die Schlick 2000 mit mehreren, doch relativ kurzen Abfahrten. Auf der schattigeren linken Talseite sind die Serles- und Elferlifte beliebte Ausgangspunkte für hochalpine Skitouren auf das Waldraster Jöchl, den Blaser und das Kalbnjoch.
Ein echtes Highlight vom Elfer aus ist die schier endlose Acht-Kilometer-Rodelbahn direkt nach Neustift. Montags, mittwochs und freitags muss man nicht auf Vollmond warten oder auf Stirnlampen vertrauen. Wer auf den Lift verzichtet, ächzt über 2,5 Stunden Aufstieg – aber dafür lockt neben dem Panoramarestaurant vor allem der Weber Lois zur Einkehr. Doch all die erwähnten Wintersportmöglichkeiten sind nur ein Vorgeplänkel für Österreichs größtes erschlossenes Gletscherskigebiet. Neuerdings lässt sich nach der Auffahrt von der weit über den Gipfelgrat hinausragenden Plattform „Top of Tyrol“ (3200 Meter) das Panorama voll überblicken. Bis die Bergstation unter der 3333 Meter hohen Schaufelspitze erreicht ist, bedarf es eines entsprechenden Zeitbudgets. Gerade an Sonntagen – oder ehe im Tal der große Schneefall einsetzt – kann es schon durchs Tal stocken. Doch dann breitet sich ein Skizentrum aus, das nicht nur die typischen breitgewalzten Gletscherpisten, sondern an den Rändern abseits gefährlicher Gletscherspalten Routen und Varianten der Extraklasse bietet. Unverzichtbar, wenn es die Verhältnisse erlauben: die zehn Kilometer lange einzige Gletscherabfahrt bis zum Talparkplatz, genannt „Wilde Grub’n“.








