Horizontal, bäuchlings, unter einem Gleitdrachen – aus ungewohnter Perspektive lässt sich dieses Skigebiet überfliegen. Der Fisser Flieger macht’s möglich – eine von mehreren künstlichen Attraktionen. Sie unterscheiden die auf Familien spezialisierten drei Dörfer von anderen Skizentren. Auch wenn Unterhaltung und Betreuung der Jüngsten im Mittelpunkt stehen, sollte dabei nicht die erschlossene Almlandschaft übersehen werden. Wobei sich diesen Winter das Liftnetz weiter verdichtet. Die Königsleithebahn im Bereich des mittleren Sattelkopfes erschließt neue Möglichkeiten. Teile der bisherigen Harbalobroute bilden die Basis einer weiteren Skipiste.
Insgesamt bietet sich das auf 1400 Meter Seehöhe gelegene Sonnenplateau für Skieleven geradezu an. Viele der Pisten in die Dörfer oder ins Urgtal sind leicht bis mittelschwer. Hinzu kommen die mit Sonnterrassen bestückten Hütten sonder Zahl, deren belebteste sicher die Möseralm ist. Nicht minder lautstark geht es auf der Kinderschneealm am Komperdell zu – und manchmal auf den Rodelwegen. Ruhesuchende und Langläufer – auf zahlreichen, teilweise durchaus schweißtreibenden Loipen – kommen ebenfalls auf ihre Kosten.
Und die wahren Skifans? Nutzen bevorzugt den in der Höhenlage begründeten Schneereichtum und seine Qualität. So kann von der Bergstation des Schönjoch kommend die Kamikaze-Route fordern. Auf der Rückseite ins Urgtal finden sich häufig pulvrige Abschnitte. Die anspruchsvollere Seite ist jedoch von Serfaus aus über die Planseggbahn zu erreichen. Die obere Schneid kann einem sowohl als präparierte Abfahrtwie auch als noch steilere Route durchaus ebendiese abkaufen. Mehr als ein Aufwärmen für die Königsetappe, die der weit entfernte Eckpunkt des Gebiets bildet: Der Pezid, 2770 Meter, lässt sich mit einer flotten Gondel rasch erobern. Bergab wird die Pezid-Vertikal ihrem Namen absolut gerecht.









