3774 Meter ragt Tirols höchster Gipfel, die Wildspitze auf, gleich neben dem Hinteren Brunnkogel mit Österreichs höchstgelegener Seilbahnstation (3440 Meter). Keine Gegend für stürmische Tage, aber sonst einer der Topgletscher. Es braucht zwar einige Zeit, damit sich nach dem Dunkel des Tunnels die Augen an das gleißende Weiß gewöhnen, aber dann beginnt auf 2840 Meter die lustvolle Qual. Vielleicht zuerst links bergab, um in zwei Etappen mit der nun komfortablen 8er-Mittelbergbahn zum Joch zu gondeln? Von dort weg macht vor allem der „Schweizer Weg“ 600 Höhenmeter lang Freude.
Variante zwei, der Klassiker: Im windsicheren „Kabinengeleitzug“ bis ganz nach oben, um die flächigen Pisten zum Gletschersee hinab zu carven. Der gleichnamige Sessellift verfügt über die in diesen Höhen notwendige Sitzheizung. Abseits des Hochwinters genießen Langläufer nicht nur die Acht-Kilometer-Höhenloipe, sondern dabei auch die Einkehr in die Braunschweiger Hütte. Ein leichtes Komfortdefizit müssen nur die Snowboarder in Kauf nehmen. Denn der Schlepplift Brunnkogel führt zu Cross Park, Funpark und Halfpipe. Unverzichtbar für Abenteuerlustige ist die Talabfahrt als Skitour, die den Brunnenkogel umrundet und nach perfekten Hängen schließlich einen beachtlichen Teil der elf Kilometer mit geringer Neigung aus dem Taschach-Eisbruch hinausführt. Gegen Ende trifft man auf das kleine Skigebiet Rifflsee (bis 2800 Meter). Toll ist auch hier die Höhenloipe auf 2200 Meter.
In der rauen Heimat von Benni Raich gibt’s natürlich noch mehr Lifte. So verfügt das Skigebiet Jerzens talauswärts über mehr Pistenkilometer als die Gletscherregion. Manche Gäste nehmen am lieblicheren Taleingang Quartier. Im historisch bedeutenden Brunnen- und Vogelhänderstädtchen Imst lässt sich nicht nur Kultur genießen, es gibt auch ein kleines, teils beleuchtetes Skigebiet und Toprodelbahnen. Wobei der Alpine Coaster ein schneeunabhängiges Rodelerlebnis garantiert.








