Auf der Vorarlberger Seite des Mythos Arlberg untermalt gediegenes Ambiente den allgegenwärtigen Wintersport. Skifahren und Ferienluxus gleiten sanft ineinander. In Lech regiert aber auch der umtriebigste aller Schneemacher, der „seinen“ Schlegelkopf schon im Frühwinter in dichtes Weiß hüllt. Spätestens im Dezember besorgt gewöhnlich Frau Holle Gleiches für die gesamte Arlberglandschaft. Lech liegt auf 1450 Meter, Dreitausender hat die Region, trotz aller Berühmtheit, keine zu bieten.
So bewegt man sich in idealen Skifahrergefilden, gondelt etwa an den Luxushotels von Oberlech vorbei zum Kriegerhorn. Die Variante Ost zählt zum feinsten Morgensport, den die an Steilhängen reiche Region zu bieten hat. Den Hang nach Schneefällen unverspurt vorzufinden, bleibt Frühaufstehern vorbehalten. Zu viele Freaks sind hier unterwegs. Wer den Hang bis zum meist weichen Finale auskosten will, sollte rechtzeitig vor dem Jungwald nach links kurven. Sonst zürnt der Schneemacher. Für absolutes Powderfeeling steigen von Lech Helis zum Mehlsack oder ins Schneetal auf. Neben dick gepolstertem Portemonnaie muss auch ein Skilehrer an Bord sein.
Erforderlich ist der Lufttransport keineswegs. So ist der Weiße Ring eine – abgesehen vom Renntag am 16. Jänner – halbtägige Herausforderung. In der Früh geht’s noch reichlich schattig hinauf zum Rüfikopf, dann wird zum Trittkopf geschaukelt, zum Ochsenboden lässt sich’s dann zünftig carven. Man umkurvt Luxushotels, quert auf Skiern eine Brücke über die Flexenstraße, um Richtung Madloch zu entschweben. Wer sich am neuen Lift zum Muggengrat erwärmen will, kann anschließend noch über das malerische Zürser Täli eine Extratour genießen. Vom Madloch weg ist’s meist schattig und hart, Könner fahren bald nach links ins Stierloch mit Chance auf Pulver ab. Über Zug ist dann das Lecher Skigebiet wieder erreicht – und mit der Palmenalpe eine der vielen unwiderstehlichen Hütten.






