Gewiss, es gibt übersichtlichere Skigebiete als die sich selbst als „irrsinnig groß“ bezeichnende SkiWelt. Aber sonst lässt sich über das riesige Vorfeld Kitzbühels wenig meckern. Schon die geografische Einteilung passt: als westliche Barriere die Felswände des majestätischen Wilden Kaisers. Dann die Talorte vom durch den Stanglwirt berühmten Going über Ellmau, Scheffau und Söll bis nach Itter. Die Talböden, speziell bei Ellmau, dienen als bestpräparierte Langlaufbühnen, nicht nur beim alljährlichen „Koasalauf“. Von all den genannten Orten führen östlich Bahnen in die Gipfelregionen, wo sich die Liftanlagen zu einem alpinen Kreisverkehr schließen. Ein weiterer Lift auf der Schmiedalm ist diesen Winter hinzugekommen, was angesichts der Vielfalt kaum auffällt.
Es ist ein ausgesprochenes Familienskigebiet, faktisch ohne beängstigende Steilstufen, aber doch vielfältig. Ausnützen lässt sich die 360-Grad-Ausrichtung, um je nach Tageszeit immer auf sonnigen Hängen unterwegs zu sein. Nicht verschwiegen sei, dass sich das komplette Skileben in recht überschaubaren Höhen abspielt. Die Hohe Salve, der skifahrerisch anspruchsvollste, südlichste Gipfel des Gebiets, bildet mit 1829 Meter die Obergrenze. Von dort gibt es auch die längsten der insgesamt durchaus abwechslungsreichen Talabfahrten, die bis Hopfgarten-Itter über 1100 Höhenmeter bewältigen.
Kaum anderswo ist es daher so notwendig, aus allen Rohren zu schießen, wenn die Temperatur unter Null fällt. Dann lassen sich 110 Kilometer innerhalb von drei Tagen fahrfertig machen. Speziell auf der besonnten Seite von Brixen im Thale sprießt das Grün abseits der Pisten rasch. Östlich des Brixentals bei Westendorf wurde in den vergangenen Jahren aufgerüstet, um über zwei weitere Bergrücken bei Aschau den Anschluss ans Kitzbüheler Skigebiet zu schaffen. Für einen Wochenaufenthalt lohnt es sich gewiss, dafür die 22 Euro für die Kitzbüheler Alpen All Star Card aufzuzahlen.










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