Das Skigebiet, wo im Jahr 2013 zum zweiten Mal Alpine Skiweltmeisterschaften durchgeführt werden, firmiert bescheiden als 4-Berge-Skischaukel. In Wahrheit inkludiert der an der Südseite des Ennstals dicht erschlossene Höhenrücken weit mehr. Vom Westen kommend startet man von Forstau auf die Fageralm, ab Gleiming und Pichl geht’s auf die Reiteralm. Das von einem Hüttendorf gezierte Skigebiet ist durch seinen „Frühstart“ berühmt. Nirgendwo sonst werden die Pisten so früh „weltcuptauglich“ beschneit. Gefördert wird das durch die tendenziell eher nördliche Ausrichtung der Schladminger Pisten. Sonst wäre das Schladminger Schneewunder noch größer, starten die Lifte doch bereits auf 750 bis 800 Metern Seehöhe. Und alle sechs Gipfel sind in seltener Einheitlichkeit zwischen 1850 und 2000 Meter hoch. Doch das besonders schneereiche Mikroklima ist sogar wissenschaftlich verbrieft. Ab der Reiteralm darf geschaukelt werden. Auf die Hochwurzen und über Rohrmoos auf die weltmeisterliche Planai. Jeder der erstmals vor ihrem finalen Steilhang steht, zeigt sich beeindruckt. Hier rennmäßig hinunterjagen … Aber es gibt auch eine simplere Umfahrung.
Beim Blick hinunter können die Massen imaginiert werden, die alljährlich den Schladminger Weltcup-Nachtslalom umjubeln. Das Zielstadion wird zur WM noch ausgebaut, WM-Maße hat dort bereits die Hohenhaus Tenne, eine dreistöckige Rustikaldisco (mit Damenpissoir!). Hier konzentriert sich der lautstarke Part der Abendaktivitäten, während in den Orten und Hotels das gepflegte oder preisgünstige Dinner verzehrt wird.
Die Talabfahrten der Region sind überwiegend schwierig und hart. Das gilt auch für den skifahrerisch mit der Planai eine Einheit bildenden Hauser Kaibling, der aber unter dem traditionsreichen Sender abwechslungreiche Pisten für jeden bietet. Östlich bei Pruggern liegt mit der Galsterberg Alm ein kleiner Planai-„Ableger“.







