„Ganz oben“ sieht sich Obertauern nicht zu Unrecht. Zwar reichen die Psten kaum über 2300 Meter, doch der Passort auf 1740 Meter ist ein über jede Menge erlesener Hotels verfügender, schneesicherer Startpunkt der Extraklasse. Neben dem oft monatelang währenden Pulverschnee ragen in Obertauern zwei Punkte skifahrerisch heraus: die „Tauernrunde“ und G2.
Letztere war einst der Schrecken aller Skikursler und Leichtgewichtigen. Denn am steilsten aller Schlepplifte ging schon manchmal die Bodenhaftung verloren. Dutzende investierter Liftmillionen später ist die Bodenhaftung angesichts des Sessellifts Gamsleiten 2 nicht mehr vorgesehen. Unbeabsichtigt verlustig gehen kann man dieser aber weiter talwärts. Schließlich weist die einen Kilometer lange Buckelpiste durchgängig heftiges Gefälle auf. Abheben kann aber auch völlig freiwillig, wer – entsprechendes Skivermögen vorausgesetzt – von oben bald nach links in den Hang sticht und sich lustvoll der unpräparierten Natur hingibt.
G2 ist ein freiwilliges Extra zur einmaligen Tauernrunde. Dank der insgesamt 26 Liftanlagen kann die vollständige Runde sowohl im als auch gegen den Uhrzeigersinn absolviert werden. Wobei man sich nicht verleiten lassen sollte, von der Achenrainbahn in endlos langer Schrägfahrt zur Zehnerkargondel zu kreuzen. Denn so blieben die Gipfel der westlichen Passseite, Gamsleiten und Zehnerkar, links liegen. Also beide müssen mit, ehe der Wechsel auf die besonders weitläufige östliche Talseite erfolgt! Die zeitgerechte Rückkunft, um in einer der unzähligen Après-Ski- und Abendlokalitäten zu landen, ist garantiert. Speziell an der Lürzer Alm ist dann aber schwer vorbeizukommen. Schon seit vor bald 40 Jahren die Beatles hierorts „Help“ drehten, ist die Kombination Sport & Musik in Obertauern allgegenwärtig. Etwa wenn Smokie am
6. Dezember die Masse fragen lässt: „Who the fuck is Alice?“







