Schruns-Tschagguns ist mehr als nur ein Wintersportzentrum. Man sieht es schon an den alemannischen Ortskernen – und der möglichen Anreise mit dem Bähnle. Das macht die Gegend ein wenig „schweizerisch“, ein Eindruck, der sich angesichts parlierender Einheimischer noch verstärkt.
Wer im äußeren Montafon urlaubt, ist in der Regel nicht der reine Pistenfreak, sofern er nicht den einheitlichen Liftpass nutzend Richtung Silvretta Nova pendelt, sondern Winterurlauber. Das Silbertal, wo auch die Kristberg-Gondel ein kleines Gebiet erschließt, zählt zu den romantischsten Plätzen im Lande. Andernorts läuten Pferdefuhrwerke, oder man darf nach sehr ausgedehnter Winterwanderung zur Lindauer Hütte unter den Drei Türmen eine endlose Rodelfahrt genießen. All das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass speziell der „Glatzkopf“ Golm ein erstaunliches Skigebiet ist. Nicht nur wegen des riesigen Rohrs des Wasserkraftwerks inmitten einer Piste. Richtig zur Sache geht’s, fährt man vom höchsten Punkt durch einen kleinen Tunnel auf die Schattenseite: Im Außergolm lockt die bis zu 70 Prozent steile, hart präparierte „Diabolo“.
Auf der Sonnseite ist Genuss angesagt, inklusiver verlockender Hütten wie das gemütliche Haus Matschwitz. Womit das Thema Schneeverhältnisse angesprochen wäre. Weil bereits rasch 85 Prozent der Pisten unter einer Kunstschneedecke verschwinden können, hat der frühe Winterstart am Golm schon Tradition. Andererseits ist hier aber auch meist früh Schluss. Die längste Abfahrt (9,2 km) führt ganz hinunter bis Vandans, wo parallel zur neuen Gondel der Alpine Coaster für Action sorgt. Das zweitestraditionsreiche Skigebiet ist das Hochjoch, dessen eher unorthodoxe Erschließung von Schruns und Silbertal aus zu punktuellen Liften führt. Die Pisten variieren zwischen flach und spannend. Der notwendige Zusammenschluss von Hochjoch und Silvretta Nova bei St. Gallenkirch wird angestrebt.











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