Jeder kennt die Bilder von der Idalp: Elton John oder zuletzt Kylie Minogue auf einer Bühne, wie sie nur die Natur auf 2000 Meter zu gestalten vermag. Hier wurden die aufwendigen Saisoneröffnungs- und Finalevents auf höchstes Niveau gehoben. Theoretisch kommen die Wintersportler kostenfrei mit dem Liftpass zu diesen Konzerten, wobei für Kylie auf die Tageskarte bereits ein stattlicher Zuschlag erhoben wurde.
Obwohl eine nicht geringe Zahl der allabendlich an den Bars lautstark feiernden Besucher Party gegenüber Powder bevorzugt, wurde Ischgl vor allem als Wintersportort bekannt. Das ausgesprochen dicht gewobenes Liftnetz bis in die Schweiz erfreut vor allem im Frühjahr, wobei auf der Samnauner Seite eher sehr einfache Pisten warten. Auch im Bereich der Idalp erfreuen Weite und sanfte Kuppiertheit das Herz, nicht Steilhänge. Bessere Skiläufer tendieren hinüber zum Palinkopf, um sich von dort über schwarz markierte Buckelpisten oder eine Skiroute ins Höllenkar zu stürzen. Bei halbwegs brauchbaren Schneeverhältnissen ist aber die Abfahrt ins Vesil optimal – samt abschließendem Einkehrschwung im Paznauner Thaya. Oder auch auf der Terrasse, ehe es locker leicht durchs Fimbatal zurückgeht.
Im Vesil- und Fimbatal oder noch mehr auf einer geführten Skitour am Piz Val Gronda, dessen Einbindung in den Skizirkus weiterhin umstritten ist, wird der Kontrast zum hektischen Treiben im wuseligen Dorf spürbar. Noch viel mehr gilt das für das benachbarte Galtür, das an der Ballunspitze ebenfalls über ein bestens erschlossenes Skigebiet verfügt. Doch hier sind gänzlich andere Menschen zu Gast, Naturgenießer, die nicht selten selbst mit Tourenskiern aufsteigen oder die langen Loipen Richtung Einsamkeit durchgleiten. Die Silvretta-Passstraße ist im Winter gesperrt. Von Ischgl gesehen talabwärts warten mit Kappl und See die beiden kleineren Skigebiete des Paznaun.










Kommentare
Noch keine Kommentare vorhanden.