Als „Hochkönigs Winterreich“ firmiert die Region zwischen Saalfelden und Bischofshofen. Und wahrlich stellt der Hochalpinisten vorbehaltene mythische Fastdreitausender mehr als nur einen Orientierungspunkt dar. Unsere skifahrerische Rundtour starten wir beim Lift in Hinterreit. Ein wahrlich wenig aufregender Hang, doch tummeln sich hier alljährlich Nationalteams sonder Zahl. Einzige Ursache: Die Piste wird den jeweiligen Bedürfnissen der Rennläufer entsprechend hergerichtet. „Otto Normalwedler“ startet besser in Maria Alm ins Skigebiet Naturn oder noch besser auf dem Aberg, dem größten und höchsten Zentrum der regional sehr ausgedehnten, aber nicht zusammenhängenden Hochkönig-Liftregion. Beim Aberg kommen auch Tiefschneefreaks auf ihre Kosten. Vom Gipfel gesehen nach links verlockt es, die Griesbachhütte ins Visier zu nehmen. Eine wunderbare Variantenabfahrt, die sich auch zu einer längeren Backcountry-Expedition ausdehnen lässt. Der Hochkönig ist als Skitour das glatte Gegenteil davon, wobei den sehr beschwerlichen Aufstieg einige tolle Rinnen lohnen.
Auf den Pisten zeichnet sich das ab Hinterthal über den Gabühel, Dienten, Wastlhöhe und Schneeberg bis zum Hochkeil hinter Mühlbach verbundene Skigebiet durch überwiegend flaches Gelände aus. Durch die Weite der Pisten wird es nie eng, und großzügige Schwünge lassen das Herz aufgehen. Umso mehr, als einem die Strecke genug Zeit lässt, die verschneiten Gipfel zu bewundern. Bei Schneelagen wie 2009 gibt es noch ein besonderes Zuckerl für Langstreckenfahrer: Dann geht es von der alten Bergwerksgemeinde Mühlbach am Hochkönig hinauf auf den Hochkeil. Wer’s noch einmal zünftig angehen will, bewegt sich rechter Hand den Steilhang ins Tal, stärkt sich noch im historischen Arthurhaus (1500 Meter), ehe er die rote Abfahrt rechts wählt und etwa auf halber Strecke scharf nach rechts abzweigt. Dort führt acht Kilometer lang der „Knappensteig“ nach Bischofshofen, der bei entsprechender Schneelage als Skiroute präpariert wird.









