Rund 150 Kilometer von Wien befindet sich mit dem Hochkar Niederösterreichs wohl bestes Skigebiet, das bei Einheimischen, Wienern, aber auch aus Gästen aus den östlichen Nachbarstaaten gleichermaßen beliebt ist. Zwar liegt der höchste Punkt dieses Skigebiets auf nur 1770 Meter, doch spezielle klimatische Gegebenheiten machen es in der Regel schneesicher bis in den Mai hinein. Seitdem einmalig der Schneefall ausgeblieben ist, wurde auch am Hochkar in Beschneiungsanlagen investiert, die mittlerweile gut zwei Drittel der Pisten abdecken.
Das Hochkar versprüht den alpinen Charme eines niedrig gelegen Hochplateus, das nur über eine Bergstraße erreicht werden kann, und hat aufgrund seiner weitläufigen und flachen Pisten einen guten Stand bei Familien und Anfängern. Es ist generell weniger überlaufen als etwa Semmering und Stuhleck, und die relativ wenigen Pistenkilometer werden durch die ausgesprochen alpine Anmutung und die meist geringeren Wartezeiten an den Liften wettgemacht. Ein Wermutstropfen ist allerdings die Windanfälligkeit des Gebiets – wenn es zu sehr bläst, was immer wieder mal vorkommen kann, muss ein Teil der Lifte aus Sicherheitsgründen den Betrieb einstellen. Die schönen Pisten eignen sich insgesamt gut für Sportler, die den Ski oder das Board laufen lassen wollen, ohne dabei viel bremsen zu müssen.
Speed-Freaks und Tiefschneefahrer, die den besonderen Kick suchen, werden am Hochkar wahrscheinlich nicht die aufregendsten Momente ihres Lebens haben – dennoch ist auch für sie etwas dabei. Schwarz und ziemlich steil ist etwa der Thomas-Sykora-Hang, und besonders Wagemutige fahren in die Seitenwand der Karabfahrt ein.
Zusätzlich gibt es für alle Snowboarder und Trickskifahrer einen Funpark, der das vielleicht fehlende Adrenalin bei den Abfahrten auf andere Art ausgleichen kann.






