Wir stehen am Kreuzkogel, dem deutlichen Höhepunkt des skifahrerisch erschlossenen Gasteinertals. So recht hat sich das Obergeschoß Sportgastein (1590 bis 2680 Meter) in den Köpfen der Gastein-Gäste nie verankert. Weil die Zufahrt schwieriger und es so richtig zugig ist. Dabei bietet für den sportlichen Fahrer die Goldbergbahn ausreichend Vergnügen. Umso mehr, wenn es zum Finale vom Gipfel nach rechts markiert über die Kreuzkogel-Nordroute an den Ruinen des ehemaligen Goldbergwerks vorbei hinunter bis in den Bereich des Heilstollens zur Mautstelle geht. Einziger Nachteil: Häufig lawinengefährdet!
Die weiteren Skigebiete sind eher gleitender Gemütlichkeit verhaftet. Das gilt für die Schlossalm von Bad Hofgastein, wo auch knackige Bezeichnungen wie Hohe und Kleine Scharte nicht über das ruhig kupierte Gelände hinwegtäuschen können. Nur die 1440 Höhenmeter bewältigende Abfahrt Hohe Scharte Nord zählt zu den Highlights des Pistenlebens. Die weitreichende Beschneiung ist in diesem Föhntal notwendig. Schneesicher ist der schattigere Einstieg Angertal, von dem auch der Stubnerkogel gut zu erreichen ist. Ein wenig haftet Letzterem jener Charme der Historie an, der Bad Gastein insgesamt auszeichnet. Der exakt auf 1000 Meter gelegene historische Kurort mit seinen sanft dahinbröckelnden Grandhotels zeigt morbid den Reiz des Fin de Siècle. Eine Stimmung, die bis heute Prominenz und Kunst anlockt – und aus der neue Blüten wie das originelle Haus Hirt wachsen. Auch in den Bergregionen klopft das Heute an. So soll endlich die Beschneiung des Stubnerkogels erweitert werden, auch die Zeichen des Aufrüstens am Stubnerkogel sind eindeutig. Originell ist, abseits des Skilaufs, eine gigantische, 141 Meter lange Hängebrücke als „Skywalk“ bei der neuen Bergstation. Denn Pistenfans können ab diesem Winter mit einer weniger windgefährdeten und sitzbeheizten 8er-Gondel nach oben rasen.








