Wenn Skifahrern hier der Atem stockt, dann aufgrund der faszinierenden Ausblicke. Vielleicht auch wegen der zu bewältigenden Strecken, die sich über durchgehend sanfte Bergrücken zwischen Annaberg, Russbach und dem bereits oberösterreichischen Gosau in begeisternder Weite ausbreiten. Keinesfalls kann an Atemnot die Höhenluft schuld sein: Zwieselalm, 1620 Meter. Höchster Punkt dieser Region. Kaum zu glauben, fällt der Blick zum Topfotomotiv Gosausee, in dem sich das Dachsteinmassiv spiegelt. Die Ungläubigkeit wächst, bemerkt man die Schneemassen, die sich aufgrund der Staulage hier türmen können. Vom Törlecklift bestaunt man nicht nur See und Felsen, Tiefschneefans stürzen sich auch umgehend in diese Richtung zu Tal. Das Vergnügen ist zwar ein kurzes, dafür stören weniger Board- und Skispuren als in Topregionen. Breininghütte, Sonnenalm und der markante Bau der Gablonzerhütte liegen hier nah aneinander. Die Hüttenvielfalt, vielfach mit Hinweis „Bedienung!“, erstaunt. Dazwischen laden die bestens präparierten und beschneiten Hänge, die auch weniger Geübten tolle Möglichkeiten eröffnen, zu weiten Schwüngen ein. Die zahllosen Abfahrten überzeugen trotz des geringen Höhenunterschieds durch ordentliche Distanzen. Sonne dominiert, abgesehen von der knackigen Abfahrt zum Parkplatz Astauwinkel.
Nicht alle Skigebiete des Lammertals sind miteinander verknüpft. Neben den Sololiften von Lungötz und St. Martin auch der Karkogel von Abtenau. Letzterer bestens skikurstauglich – und mit toller Rodelbahn. Wer nur einen Tag in einem der Kleinskigebiete verbringt, erwirbt besser eine günstige Tageskarte des jeweiligen Betreibers. Das gilt speziell für Österreichs größtes zusammenhängendes Almgebiet Postalm, wo zehn Lifte der Kategorie Sonnendeck (Ausnahme: Gschlössl), Oldies und Kiddies begeistern – und das zum Billigpreis. Selbst die Mautkarte zwischen Lammertal und Wolfgangsee muss nicht bezahlt werden.








