Nirgendwo anders als an der Ziller führt ein Tal so eben an vergletscherte Gipfel heran. Mayrhofen liegt auf nur 630 Meter, die „Hausberge“ Ahorn und Penken sind um die 2000 Meter hoch. Und doch nur die Vorgeplänkel, ehe dass Zillertal nach 50 Kilometern mit dem Hintertuxer Gletscher seine hochalpine Vollendung findet.
Eine Krux der enormen Länge des Tals: An Sams- und Sonntagen kann die Anfahrt bis zum Gletscher Geduld erfordern. Einmal oben, hinterlässt der Blick vom Tuxer Fernerhaus auf den 3476 Meter hohen Olperer einen bleibenden Eindruck. Nicht minder, den Gletscher in der Spannagelhöhle von innen zu erleben. Skifahrerische Glanzlichter? Nun die Pisten von Schlegeis und der Gfrorenen Wand sind vor Skisaisonstart ein einziger Flaggenwald trainierender Teams. Unterhalb des Gletschers sind „Unterm Eisbruch“ und „Haxenbrecher“ je nach Schneelage vergnüglichere Aufgaben, als die Namen vermuten lassen. Über das Tuxer Joch gibt es seit zwei Jahren eine landschaftlich wunderschöne, eher einfache Talabfahrt zum Parkplatz Hintertux.
An typischen Wintertagen muss es nicht der zugige Gletscher sein. Recht flott kommt man gewöhnlich mit der Horbergbahn ins Skigebiet Plenken. Oder der Skifahrer schaukelt, nachdem er sich zum Aufwachen am „Devil’s Run Penken“ die Oberschenkel aufgeheizt hat, weiter Richtung Rastkogel. Dort könnte der Pistenflüchtige die Schneeverhältnisse ins Weitental testen.
Ideen für „Tagesrunden“ stellen die Mayrhofener Bergbahnen wunderbar interaktiv vor. Sofern es die Schneeverhältnisse erlauben – perfekte Talabfahrten sind in Mayrhofen eher die Ausnahme denn die Regel – kann die „Höhenfresserrunde“ absolviert werden: 13.000 Höhenmeter, ohne einen Lift zweimal zu nutzen. Und zum Finale lockt die „offizielle Chill-out-Area“ White Lounge, ein Party-Iglu mit Hotel für ultracoole Nächte.







