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World Skitest

2017

Trend 2017: Selbst Tester lockt nicht nur die Piste

WIE SICH EINE BLINDVERKOSTUNG der Ski, diediesen Winter ihren Weg in die Shops – und zuden Verleihfirmen – finden, anfühlt ist auf denfolgenden rund 20 Seiten nachzulesen. Insgesamt300 Testerinnen und Tester erprobten im Rahmendes bereits 13. World-Skitest die neuen Modelle.Inmitten von aktuellen und vergangenen Skistarswar der „Ski Guide Austria“ wie in den vergangenenJahren mittendrin statt nur dabei.

IN DEN LETZTEN MÄRZTAGEN 2016 gehörten diePisten des Katschberg der illustren Testerrunde.Erst zum zweiten Mal nach 2004 diente das steirisch-kärntnerische Grenzgebiet als Schauplatz fürden Skitest, der von Gerhard Brüggler gemeinsammit „Kaiser“ Franz Klammer organisiert wird. Aufheimatlichem Kärntner Terrain war der Olmpiasieger2016 natürlich wieder höchstpersönlich unterwegs,um die Qualität der neuesten Entwicklungender führenden Skiproduzenten zu testen. Dass justseine „Hausmarke“ Head nicht dabei war, trägtvielleicht noch zusätzlich zur Objektivität des Testsbei. Ohnehin steht der Mitbegründer als Aushängeschilddes WorldSkitest nicht zuletzt für die Qualitätdieses Vergleichs der aktuellen Skimodelle. VieleWeltcupfahrer aus halb Europa, Alpine ebenso, wieCross- oder Halfpipe-Spezialisten, waren unter denTestern. Dazu gesellten sich aber auch „Normalskiläufer“,teils Prominente aus anderen Sportarten,Lebens- und andere Künstler, aber auch glücklicheTeilnehmer eines Preisausschreibens. Zusätzlichschlossen Journalisten unterschiedlicher Ressortsmit den 2017er-Modellen Bekanntschaft. Denndas ist das besondere an diesem Test: Auch Otto Normalverbraucher kann seine Eindrücke sammelnund anschließend über eine Punktekarte vermitteln.Crowd-Intelligence schafft hier den Sieger.Trotzdem gilt den Eindrücken der Stars besondereAufmerksamkeit. Dieses Jahr schnallten aus demÖSV Team Tamara Tippler, die für Liechtenstein fahrendeTopathletin – mit österreichischen Wurzeln– Tina Weirather, die beiden Technikspezialistenaus dem Deutschen Skiteam Linus Straßer undStefan Luitz , die Speed-Spezialistin FabienneSuter aus der Schweiz sowie frühere Top-Sportlerwie die Weltmeisterin und 2-fache OlympischeSilbermedaillengewinnerin Niki Hosp, OlympiasiegerFritz Strobl, Doppelweltmeister Michael vonGrüningen, Weltmeister Michael Walchhofer, ORFExperte Thomas Sykora, Paralympics-2-fach SilbermedaillengewinnerMatthias Lanzinger ebensodie Bretteln an, wie Hans Enn, Christian Mayer,Neo-Hotelier Rainer Schönfelder und der SloweneMitja Valencic. Sie alle waren zu diesem Zweck aufden Katschberg gekommen. Und vielleicht auch einwenig, um Abends bei der Fashionshow im Stamperlmit den Kollegen am Ende der Rennsaison zu feiern.Insgesamt standen 200 Paar Skimodelle der nächstenWintersaison den Testern in den Kategorien

      • Ladies High Performance
      • Ladies Allround
      • Men High Performance
      • Men Allround
      • Race GS
      • AllMountain
      • Jugend Race GS
      • Jugend TwinTip

           zur Verfügung.

      Die Ergebnisse der einzelnen Kategorien sind aufden folgenden Seiten dokumentiert, wobei einigeKategorien in ihrer Darstellung zusammengezogenwurden. Wie immer zählte der erste Eindruck. JedemTeilnehmer blieb nur eine einzige Fahrt mit demjeweiligen Ski, um das Modell zu beurteilen.Der für den Test befahrene Hang repräsentiertenur einen minimalen Ausschnitt des ansehnlichenSkigebiets, doch es blieb noch Zeit, auch anderenPisten einen Besuch abzustatten. Getestet wirdbeinhart auf einem Hang, dann gehts zum Boxenstopp:Die Punktekarte muss ausgefüllt unddas Material gewechselt werden. An sich ist Skidesignerein Traumjob. Wo sonst können Grafikerderart ihrer Fantasie freien Lauf lassen. In derRegel lässt sich auf den ersten Blick auch dieZielgruppe des Modells erahnen: Für jugendlicheFreestyler, sportliche Racer, modebewusste Ladiesoder luxusaffine Sonntagsfahrer.Während des Skitests kommen designbewusstenMenschen aber ohnehin die Tränen. Dennder eigentliche Skitest ist ein Blindtest. KeineAngst, es werden nicht die Augen, sondern nurdie Oberflächen verklebt. Die Optik wird erst inder „Snowstyle“-Bewertung zum Thema.

      BLACK BEAUTY: Auf das wichtigste „Erkennungszeichen“des World-Skitest – die schwarz abgedecktenSkioberflächen – wird nur in der Kategorie„Open Space“ verzichtet. Sonst soll sich keiner vonDesign oder Markennamen beeinflussen lassen,sondern völlig unvoreingenommen das Fahrgefühlüber die Punktevergabe bestimmen lassen. Aufdiese Art soll es schon vorgekommen sein, dassein Rennläufer die Ski seines eigenen Rennstalls inGrund und Boden verdammt hat. Diese Objektivitätin der Beurteilung und das gemischte Testteammachen den World-Skitest einzigartig aussagekräftigund weitgehend neutral. Testleiter FranzKlammer: „Wir versuchen alles, um den Skifahrernbei der Wahl des richtigen Skis zu helfen, damitdas Skifahren ein Genuss ist!

      “OHNE „VORKOSTER“ ist die Chance auf Anhiebdie passenden Bretteln aus der unendlichen Reihean bunten Latten auszuwählen fast unmöglich. DieEntscheidung fällt im Sportshop aus einer Summevon Einflussfaktoren, einer Melange aus Gewöhnung,Beratung, sportliche Rennerfolge, Werbung,Hörensagen und nicht zuletzt optischen Kriterien.Der klassische Griff an die Spitze des Ski, umanschließend das Modell mit der anderen Handkraftvoll durchzubiegen, sagt leider mehr überdie Ausbildung und Kraft des Verkäufers aus, alsüber die Tauglichkeit des Produkts für die eigenenZwecke. Eine Möglichkeit, sich nicht auf die Testerzu verlassen, heißt selbst probieren. Wer alsoüberlegt ein Topmodell anzuschaffen, könnte esvorher einen Tag im Skiverleih ausborgen. Wobeiauch dort leider nicht immer alle Spitzenmodelleder Marken vorhanden sind.Doch neben den geeigneten fahrtechnischen Eigenschaftenfür die jeweiligen Bedürfnisse ist auch dasDesign ein Kriterium bei der Skiwahl: Sie sollen zuraktuellen Mode passen, zum eigenen Geschmack.Die neuesten technischen Entwicklungen werdenoft in wahre Kunstwerke „verpackt“, die mit dem„Snowstyle of the Year“ belohnt werden. Dafürhaben alle nach einem anstrengenden Testtag am„Oberdeck“ des Stamperl gerne die neuen Designseinem kritischen Blick unterzogen.

      AUCH DESIGN MUSS SEIN , dabei waren nachMeinung der Tester die „schönsten 2017er unterder Sonne“:

      „SnowStyle of the Year 2016/17“
      Fischer RC4 Worldcup RC – Race GS

        • Ladies High Performance:
          Elan Insomnia Power Shift
        • Ladies Allround: Atomic Cloud Nine
        • Race GS: Fischer RC4 Worldcup RC
        • Men High Performance: Elan Amphibio 16 Fusion
        • Men Allround: Atomic Redster XT
        • AllMountain: Elan Amphibio 84 XTI Fus
        • OpenSpace: Indigo BOA
        • Youth TwinTip: K2 Sight
        • Youth GS: Salomon LAB X-Race GS Jr.
        • Freeride unter 100: Armada Invictus 99 Ti
        • Freeride bis 120: Fischer Ranger 108 TI

         

        WOFÜR STEHEN DIE EINZELNEN KATEGORIEN?

        • Allround: Einfachere Modelle, für Freizeitskifahrer,die möglichst problemlos die Pistenbewältigen wollen und sich beim Tempo nichtam Limit bewegen.  
        • AllMountain: Ist das Allround-Modell für bessereFahrer. Solche, die sich gerne aus der Pistehinausbewegen. Ob harter Kunstschnee oder zuweicher, zerfurchter Tiefschnee, die Freude amSkilauf soll nie verloren gehen. Slalomstangensind aber nicht die Spezialität dieser Modelle.  
        • TwinTip: Gebogen an Spitze und Ende: Nicht nur,aber vor allem für die Freunde der Funparks, dieauch dem Tiefschnee nicht abgeneigt sind.
        • Race: Das sind die rennsportlich auftretendenGeräte, die nicht immer leicht in den Griff zubekommen sind. Wenn es gelingt, dann gehtdie Post ab.  
        • Open Space: Zusätzlich gibt es jede MengeBretteln, die nicht ins normale Schema passen.Darunter befinden sich Exklusivmodelle,die manchmal deutlich über 1.000 Euro kosten.


        ERSTMALIG FREERIDE SKITEST
        Zwar findet man bei Open Space auch das eineoder andere Tiefschnee-Gerät, doch zum erstenMal wurde zusätzlich ein eigener WorldSkitest fürFreeride-Skimodelle durchgeführt. Diese Premiereging vom 5. bis 7. April 2016 in Lech-Zürs überdie Bühne.Bei diesem Test wurden die Freeride Modelle von14 Marken durch echte Powder-Freaks auf undabseits der Piste auf ihre Fahrtauglichkeit geprüft.Um das Bild optimal abzurunden haben wir auchdiese Ergebnisse als letztes Kapitel neu in unserenSki Guide Austria inkludiert.

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