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Ski wachseln

Wachseln

Wachseln, aber richtig!

Lasst Männer bügeln

Wachseln und Kanten schleifen gehören zusammen. Denn irgendwann kommt der Moment, wo das beste Sportgerät gegenüber Lenkerin
oder Lenker in Streik tritt. Nichts geht mehr. Spätestens dann ist der Augenblick gekommen, die Ursachen zuerst bei sich – und dann im Zustand
des Geräts zu suchen. Somit am besten wieder bei sich.

Je nach Fahraufkommen ist es sinnvoll, einmal pro Jahr die Gerätschaft, seien es Alpin-, Langlaufski oder Snowboards, einer professionellen Generalsanierung zu unterziehen. Das inkludiert Reinigung, Auftragen von Heißwachs, Abziehen, Ausbürsten und einen zünftigen Kantenschliff. Dieses Rundumservice besorgen in Shops sagenhaft teure Maschinen in einem einzigen Arbeitsgang. Das Ergebnis wird den Ansprüchen überwiegend gerecht. Der Lohn auf der Piste: reduzierte Anstrengung, geringere Verletzungsgefahr.

Diese Argumente gelten für jede Form des Ski- oder Boardservices. Es reicht aber nicht, nur einmal pro Jahr Ski zu wachseln. Wer Fahrspaß sucht, sollte vor jedem Wintersportwochenende seine Geräte verwöhnen.

Für gutes Gelingen braucht es nicht eine Techniker- und Chemikerausbildung. Wobei sich Bastler gerne der Angebote aus dem Internet bedienen. Oft können hier zu einem Bruchteil des Preises Chemiebaukästen erworben werden, die den Entwicklungen renommierter Unternehmen kaum nachstehen. Auskennen sollte man sich halt. Für alle anderen haben zahlreiche Firmen abgestimmte Pflegeprogramme entwickelt. Neben der Chemie enthalten diese meist die Hardware: Skispanner für den Halt, Wachseisen, Poliertücher, Abziehklingen, Bürsten – darunter auch runde Speedbürsten, die auf den Bohrmaschinen-Aufsatz gesteckt werden können, und unterschiedlichste Feilen für die Kanten.

Über den Sommer empfiehlt sich zur Lagerung der Ski eine Schicht Skiwachs aufzutragen. Dies schützt die Kanten optimal vor Rost und sorgt zugleich dafür, dass der Belag beim Transport vor Kratzern gefeit ist. Während die in Folge angeführten Schritte für Snowboards und Alpinski vergleichbar sind, fällt beim Skating-Langlauf logischerweise der Kantenschliff flach.

Eine andere Methode ist beim Wachsen des klassischen Langlaufskis nötig, da hier die Abstoßzone mit Haftwachs versehen wird, welches dem Läufer beim Abdruck den richtigen Halt verleiht. Dieses kommt entweder in Form von Gripwachs (bei Neuschnee, Pulverschnee) oder Klisterwachs (bei nassem oder eisigem Schnee) zum Einsatz. Gerade bei widrigen Witterungsbedingungen kann es aber in jedem Fall hilfreich sein, ein „Handwachs“ im Anorak dabei zu haben. Die Lauffläche wird einfach damit eingerieben und poliert. Perfektionisten werden noch eine Minibürste in der anderen Tasche haben. Die Sache funktioniert aber auch ohne.

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