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Der Ski Guide Austria
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Skiguide

Ski wachseln

Wachseln

Wachseln, aber richtig!

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Um unseren Körper in Schwung zu halten, müssen wir ihn täglich mit Nährstoffen versorgen. Auch der Belag von Ski und Board benötigt „Nährstoffe“. Das Wachs sichert den Gleitgeräten längere Haltbarkeit und erleichtert dem Sportler das Leben. Einige Anbieter haben sich auf dem Skiwachsmarkt etabliert, wie Holmenkol, Toko, Start, HWK oder Briko-Maplus. Die Wahl der Firma liegt beim Konsumenten, jedoch raten Fachleute vom Mischen der Produkte unterschiedlicher Anbieter ab. Zur richtigen Pflege gehört, dass der Ski regelmäßig mit Flüssigwachs versorgt wird. Dieses weist je nach Schneetemperatur unterschiedliche Konsistenzen auf. Wachs für kalte Temperaturen ist in der Regel härter als Wachs für wärmere Tage. Weiters wird das Wachs entweder mit oder ohne Fluorzusatz angeboten. Freizeitsportlern wird das Verwenden von fluorfreiem Grundwachs empfohlen, da das Fluor den Belag auf Dauer belastet. Das erhöht den Pflegeaufwand. Wachs auf Langlaufskiern muss länger halten als jenes auf Alpinskiern oder Boards, weshalb die meisten Firmen auch zwischen Alpin- und nordischem Wachs unterscheiden.

Beim Flüssigwachsen müssen die Skier flach, am besten auf Holzböcken, aufliegen. Das Wachs wird mit dem auf die jeweils empfohlene Temperatur eingestellten Bügeleisen abgeschmolzen und gleichmäßig auf den Belag getropft. Anschließend bügelt man das Wachs langsam in den Belag, wobei das Bügeleisen nie an einer Stelle stehen bleiben darf, um den Belag nicht zu verbrennen. Nach einer Wartezeit von zumindest einer Stunde – je länger, desto besser – werden die Brettln in Zwingen eingespannt. Diese sind kostspielig, speziell die extrabreiten für Boards, aber notwendig. Nur zwei alte Autoreifen auf einem Tisch können ebenfalls halbwegs die Geräte ausreichend stabilisieren. Ist eine Mittelrille im Belag vorhanden, wird diese mit einem Rillenstift in Laufrichtung freigelegt. Dann kommt die Plastikklinge zum Einsatz, mit der, ebenfalls in Laufrichtung, das Wachs abgezogen wird.

Zum Schluss kommen noch die Bürsten zum Einsatz: Mit der Kupferbürste wird das überschüssige Wachs entfernt, bei kaltem Schnee wird mit der Nylonbürste nachgebürstet. Zu guter Letzt wird der Belag noch mit einer Polierbürste (z. B. aus Rosshaar) poliert. Für einen besonders schnellen Ski kann der Belag nach dem Flüssigwachsen noch mit Speedwachs versehen werden. Dieses Finish-Wachs hat einen weit höheren Fluoranteil und bleibt nicht so lange am Ski, weshalb es auch vorwiegend im Wettkampfsport angewendet wird. Es handelt sich dabei um Pasten, Flüssigkeiten oder Trockenwachsblöcke, wovon eine dünne Schicht am Ski verteilt und anschließend mit einem Poliertuch oder -strumpf einpoliert wird. Speedwachs gibt es auch als Pulver. Dieses wird in der Regel gleichmäßig am Ski verstreut, mit einem Wachskorken eingekorkt, anschließend mit einer Bürste ausgebürstet und zum Schluss mit einem Tuch oder Strumpf poliert.

Eine andere Methode ist beim Wachsen des Classic-Langlaufskis nötig, da hier die Abstoßzone mit Haftwachs versehen wird, das dem Läufer beim Abdruck den richtigen Halt verleiht. Dieses kommt entweder in Form von Gripwachs (bei Neuschnee, Pulverschnee) oder Klisterwachs (bei nassem oder eisigem Schnee) zum Einsatz. Vor dem Wachsen wird der Belag mit Sandpapier aufgerieben und anschließend das Wachs eingebügelt. Nach dem Auskühlen des Skis wird das Wachs mit einem Wachskorken verkorkt, eine weitere Schicht Wachs aufgerieben und wieder verkorkt. Bei diesem Vorgang kann jedoch auch auf den ersten Schritt verzichtet werden. Das Einbügeln der Wachsbasis dient nur dazu, dass das Wachs später länger am Ski bleibt. Im Gegensatz zum nordischen Bereich spielen bei Alpinskiern sowie Snowboards die Kanten eine wichtige Rolle, da Skipisten oft vereist sind. Diverse Wachsfirmen bieten zu diesem Zweck spezielle Feilen an, um die Kanten zu schärfen. Nach dem Feilen der belagseitigen Kanten (Achtung: Immer in Laufrichtung feilen!) wird am Belag mit einem Haarlineal kontrolliert, ob die Fläche plan ist. Beim Feilen der Kanten werden Skier und Boards am besten seitlich mit zwei Zwingen eingespannt, mit der Bindung zum Körper. Die beim Feilen der Kanten entstehenden Grate werden anschließend mit einer etwas feineren Diamantfeile entfernt.

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