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Snowboarder
Snowboarding

Surfen als Genussprinzip

Geteiltes Board, doppelte Freud

Alle Mann am Board

ACTION BLEIBT DAS THEMA- Selbst wenn sich das Bild der Boarder – und ihrer Boards – ein wenig imWandel befindet. Lange war die Szene das Synonymfür lautstarke Action im Park, gewandet in schrillesOutfit, leuchtend färbige Skijacken und flattrigeHosen auf Halbmast. „Baggy Wear“ als jahrzehntelanges Markenzeichen beginnt allmählich ausder Bergwelt zu verschwinden. Weniger knalligeTöne liegen wohl daran, dass die Szene allmählichälter wird. Weniger in den Funparks, wo weiterhindie Jugend regiert, als unter den Designern vonOutfit und Boards.

Ein Trend setzt sich fort: Optisch werden Snowboardsin der Saison 2016/2017 ruhiger. Es gibtauch schwarz, differenzierte Erdtöne und Holz-Optik.Alles auf hochwertigen Oberflächen. Color-Blockingund Pop-Colours haben weitgehend ausgedient.Wo Farbe im Spiel ist, ist sie eher dezent verteilt.Schmale Borten oder grafische Muster sind Eyecatcher.Naturfotos, wie die Aufnahmen der Team-Fotografenvon Nitro oder auf einigen Rossignol-Boardsspielen nicht nur mit Wintermotiven, sondern holenwahlweise auch den Palmenstrand in den Schnee.Für hungriges Magenknurren bei den anderen dürfteder Highback mit einem saftigem Burger auf demeinen und knusprigen Pommes auf dem anderenFuß sorgen. Die „Artist Edition“ von Nitro bringtdamit Design auf die Bindung.

SPLITBOARDS sind auch in der kommenden Saisondas Thema beim Snowboarden. Nachdem dieteilbaren Bretter vor einigen Jahren mit dem großenTrend zu Backcountry-Touren wieder verstärkt in denFokus der Hersteller gerückt sind, hält das Interesseam praktischen Brett für Abseitstouren ungebremstan. Waren sie in den Anfangsjahren die Spezialitätmeist kleiner Manufakturen, gibt es mittlerweilekaum eine Marke, die kein Splitboard im Angebothätte. Dabei wird nicht nur die Palette generellgrößer. Auch die Vielfalt von Modellen nimmt zu.Hier profitieren wiederum die langjährigen Splitboard-Anbieter von ihrer Erfahrung mit den hohentechnischen Anforderungen an Material und Technik.Neu sind Twin-Splits, Splitboards mit identischgeformter Nose und Tail. Auf ihnen wird die Bindungmittig positioniert statt zum Brettende versetzt, wienormalerweise bei Freerideboards üblich, um dennötigen Auftrieb im Tiefschnee zu erleichtern. Vorreiterbei dieser Neuerung ist Prior. Zielgruppe sindSnowboarder, die nicht nur eine neue Spur im Pulversuchen, sondern dabei auch gerne springen undtricksen. Wo es geht, wird am Gewicht gespart.Insbesondere leichte Karbonkonstruktionen helfen dabei beim Abspecken.

Geringes Gewicht ist besonders bei den Freeride-Brettern ein Thema. Gerade wer sein Board beimAufstieg auf dem Rucksack trägt, ist froh um jedesGramm Gewichtersparnis. Mit Basaltfasern ausLavastein greift Goodboards auf einen wenig energieintensivzu gewinnenden und leichten Rohstoffzurück. Im Vergleich zu Glasfasern glänzt Basaltmit extrem guten mechanischen Eigenschaften, wiehervorragender Dämpfung und eben seinem geringemGewicht. Spezialitäten machen das Boardenauch unter ungewöhnlichen Voraussetzungen zum uneingeschränkten Vergnügen.Bindungen und Boots werden immer ausgefeilter.Superleichte, effektive Dämpfungssystemeschonen die Gelenke auch bei extremer Belastung.Die Kabelkonstruktionen in Ratschen und Strapssind mittlerweile so ausgereift, dass im Idealfallnur einmal das System eingestellt werden muss.Schnellverschlüsse sind an der Tagesordnung, dieVorlageneinstellung ohne Werkzeug angenehm.Sohlen wie von Bergschuhen sorgen für sicherenHalt auch auf vereisten Halfpipe-Copings.

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