Ob Rocker, Camber oder Flamba, die neue Snowboardgeneration ist leichtgewichtig, leicht zu beherrschen, aber optisch aufwändig. Doch ehe man sich in derartige Spezialisierungen verstrickt, gilt für den Newcomer, sich zuerst einen Überblick zu verschaffen. Wobei der Begriff des Rockers doch zuvor geklärt sein sollte: Er steht für negative Vorspannung an Nose und Tail. Das hat die Bretter drehfreudiger gemacht, ihnen viel Auftrieb im Tiefschnee gegeben und die angenehme Eigenschaft, Fehler zu verzeihen. Ein Manko dieser Technologie ist der Kantengriff auf hartem Untergrund. Abhilfe schaffen nun verschieden starke Ausprägungen und unterschiedliche Spielarten des Rocker. Head etwa vereint die Stärken des Rocker mit denen der ursprünglichen Camber-Bauweise zu Flamba. Abgesehen vom Rocker-Entdecker und -Enthusiasten K2, bieten nahezu alle Hersteller sowohl Rocker-, als auch klassische Camber-Boards an.
Am beliebtesten ist das Freerideboard. Seine eher breite und weiche Bauart ist ideal zum Powdern, schließt carven auf der Piste aber nicht aus. „Sogar Easy Obstacles funktionieren“, weiß der Insider. Freerideboards werden ausschließlich mit Softboots gefahren. Die etwas hinter der Mitte montierte Bindung sowie die stark aufgebogene Nose garantieren idealen Auftrieb im Tiefschnee. Ein aufgebogenes Ende ermöglicht zudem auch „fakie“, also rückwärts, zu gleiten.
Als erweiterte Bauart gilt das Longboard, das dem Freerideboard ähnelt, aber rund zwei Meter lang ist. Das Freestyleboard hingegen ist zwar ähnlich weich gebaut, jedoch mit etwa 130-165 cm noch kürzer als das Freeridemodell und hat eine zentral montierte Bindung.
Ideal für Jumps mit schnellen Spins und für die Rails! Das Board ist twintip, Tail und Nose sind identisch. Beim Switch zwischen vor- und rückwärts fahren, sowie bei der Landung nach einem Jump ist diese Eigenschaft wertvoll. Das Freestyleboard wird ebenfalls mit Softboots gefahren und bevorzugt im Funpark verwendet. Ausschließlich für Parks werden Jib-Boards gebaut. Mit seinen hochgezogenen Kanten ist das Jib ganz speziell für Rails und Boxen konstruiert. Auf der Piste gerät dieses Board aber eher zur Gefahr.


