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Skischuhe

Skischuh und Skibindung

Wenn der Skischuh drückt, vergeht der Fahrspaß.

Voll die Härte

DER STAR IM SKIBUSINESS ist schon seit einiger Zeit die Verbindung zwischen Fuß und Ski. Seit überzehn Jahren werden Jahr für Jahr mehr Boots als Skier verkauft. Vielleicht auch, weil gerade beim Schuh das Ausborgen nicht immer der beste Tipp ist. Wer sportlich fährt, aber auf kleinem Fuß lebt,wer außergewöhnlich schmale oder breite Leisten benötigt, wird bevorzugt seine Skischuhe käuflich erwerben – und damit über mehrere Jahre glücklichsein. Statt einen Skitag lang unter Schmerzenzu leiden.Weil die Nachfrage insgesamt bei den Skischuhen– trotz eines witterungsbedingt etwas gebremsten Vorwinters – groß bleibt, wird in diesen Sektorvielleicht noch mehr in die Forschung investiert,als bei den Pistenskiern.

IM „WIRKLICHEN“ LEBEN ist es ja nicht geradeein edler Charakterzug sich angepasst das Lebenzu vereinfachen. Beim Skischuh gibt es da keinemoralischen Bedenken, sondern es ist das Ziel derneuen Spitzenklasse unter den Boots. „Customizedboots“, „Bootfitting“ oder wie die unterschiedlichenMarken es auch nennen mögen. Es sind Schuhe,die individuell auf die Fußform des Käufers angepasstwerden. Dadurch ist am besten der Spagatzwischen Komfort und perfekter Kraftübertragung zu schaffen. Schon vor Jahrzehnten hat Lange mitdem Flow „Soft inside“ den Trapezakt versucht. Doch etwa seit 2011 wurde mit der Vacuum FitTechnologie von Fischer der entscheidende Schrittgesetzt. Mit eigener Gerätschaft wird beim Sportartikelhändler der Fuß gescannt und in Folge der Skischuh so erwärmt, dass er exakt angepasst werden kann. Zuletzt kam die Technologie häufigauch beim Tourenschuh zum Einsatz. Mittlerweile sind die meisten großen Skischuhhersteller auf diesen Zug mit unterschiedlichen Systemen aufgesprungen. Nicht zuletzt freut dies den Sportartikelhandel. Denn nur die Spezialisten haben diepassende Gerätschaft, um den Schuh anzupassen.Und Online-Kauf ist zwecks Anpassung ohnehin einDing der Unmöglichkeit. Der Tourenboom schlägtals weiterer Trend auch auf den Schuhsektor durch.Denn auch dort soll Komfort beim Aufstieg mitStabilität bei der Abfahrt harmonieren. Doch bergabmuss ein Tourenschuh immer ein Kompromissbleiben. In unserem Ski Guide Austria haben wirdie ausgesprochenen Tourenmodelle im KapitelTiefschnee extra dargestellt.

BERGAB bleibt die stabile Schale auch 2016/17 bestimmendes Thema. Der Härtegrad wird mit Flexangegeben. „Patscherln“ haben Flex-Werte von 60bis 80, mit Flex 100 wird die Mittelklasse auf derPiste glücklich, der sportliche Skifahrer schautsich ab Flex 120 um. Immer häufiger sind die bisvor zwei Jahren dem Rennsport vorbehaltenen Flex150 auch im Handel erhältlich. Man muss sich aber klar sein: Der Einstieg in den kalten Schuh ist dafast unmöglich, weil sich die steife Schale obennicht mehr auseinanderziehen lässt. Da heißt es:Zuerst ab in die Hütte und Schuhe aufwärmen.Wobei der Profi nun bereits geheizte Schuhtaschen mit sich führt. Auch die Verstellbarkeit des Flex istein anhaltender Trend, wobei die Lösungen immerKompromisse sein werden. Doch es gibt auch sehrspannende Exoten. So ist das Erscheinungsbild von DAHU komplett anders. Der Freizeit-schifahrer kannnach einer gemütlichen Anreise in einem speziellen Winterstiefel aus atmungsaktiver und wasserdichter Membran über diesen ein Exo-Skelett stülpen.Und gegen den modrigen Geruch im Schuhraumlassen sich Daniel Düsentriebs auch immer waseinfallen. Unser Tipp: Boot Bananas aus England.

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