Im Gegensatz zu den herkömmlichen Alpinskiern hat der Twintip zwei aufgebogene Enden. Früher auf den Pisten mit einem ungläubigen Lächeln beäugt, gehören heute die Fahrer von Twintips und die der weniger auf Tricks im Park orientierten Cross-Skier zu den alltäglichen Erscheinungen.
Speziell die Vorherrschaft der Snowboarder in den Funparks gehört mit den Twintips der Vergangenheit an. Die Verwandtschaft mit den Snowboardern sieht man den New-School-Fans auch am modisch-lässigen Outfit an. Natürlich spiegelt sich dieses Outfit auch im Design der meisten Modelle wider.
Vor allem die jüngere Generation weiß die Vorteile der Twintips zu schätzen. Die an beiden Enden aufgebogenen Skier bieten sich sowohl für weite Sprünge oder spektakuläre Fahrtricks in Halfpipe, Big Air und Slopestyle an. Aufgrund ihrer im Vergleich zu herkömmlichen Skiern größeren Breite verfügen sie über bessere Auftriebseigenschaften. Dadurch eignen sie sich auch für das Freeriding im Tiefschnee.
Damit sie dort wirklich Spaß machen, ist ein Blick auf die Bindung notwendig. Um auf den Rails zu balancieren oder gleichermaßen „frontside“ wie „fakie“ anzufahren oder zu landen, muss die Position der Bindung mittig sein. Damit wird die Fahrt im Tiefschnee aber herausfordernd. Entsprechend reagiert hat hier die Bindungsindustrie, durch rasch und am Ski verstellbare Systeme.
Es wäre ein Fehler, Twintips als reines Hobby für die Jüngsten zu betrachten. Die Snowpark-Generation endet nicht mit einem Schlag, und natürlich fahren ausgewachsene 19-Jährige längst mit Skiern für Erwachsene. Die Radien der voll pistentauglichen Jugend-Twintips liegen bei 12 bis 15 Meter, Herrenmodelle mit 20-Meter-Radien sind nicht selten. Preislich liegen selbst die besten Jugendmodelle um 200 Euro unter dem empfohlenen Verkaufspreis der Erwachsenenskier.




