Bei den hochgezüchteten Riesenslalom-Racern ist gleichermaßen Kondition wie Technik gefragt. Wenn sich ein Amateur mit leidlichen Grundschwungkenntnissen daran vergreift, wird die Sache bedrohlich. Dann fahren die Skier mit dem Fahrer statt umgekehrt. Und das bedeutet weder Vergnügen für den, der auf den Brettln steht, noch für seine gefährdete Umwelt.
Die Königsklasse der Carvinggeräte verbindet brachialen Kantengriff und atemberaubende Kurvenbeschleunigung mit erstaunlicher Laufruhe. Auch bei hohen Geschwindigkeiten. Selbst die im Handel erhältlichen Geräte bieten dabei durchaus Rennniveau.
Das bestätigten im Rahmen des World Skitest auch Profirennläufer wie Christian Mayer, ÖSV-Newcomer Marcel Hirscher, „Alpenmozart“ Fritz Strobl und natürlich das Aushängeschild der Veranstaltung, Franz Klammer. So bemerkte Strobl, dass man für manche der Geräte schon einen Waffenschein bräuchte. Dies obwohl sich die verwendeten Skier im Durchschnitt bei Längen von 1,80 Meter einpendeln. Diese Geräte schreiben einen Kurvenradius von durchschnittlich um die 18 Meter, erfordern also eine entsprechende Hangbreite und Raum.
Natürlich haben diese Sportgeräte der Oberklasse auch ihren Preis, der sich zwischen 600 und 800 Euro bewegt. Unterschiede sind spürbar, aber wirklich schlecht ist in dieser Kategorie keiner der aus hochwertigen Materialien gefertigten Skier, die bei entsprechender Pflege auch einige Jahre Freude machen können.




