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Skigruppen

Skiausrüstung im Skitest

Wer die Wahl hat - hat die Qual. Die besten Brettln im WorldSkitest.

Überblick über die Brettln, die die Welt bedeuten.

Alle Jahre wieder – wie das Christkind, nur einige Monate früher – bevölkern die neuesten Skimodelle die Sportgeschäfte. Ein in Farbenpracht, baulicher und Markenvielfalt kaum überblickbarer Lattenzaun. Die Chance, auf Anhieb gleich das passende Produkt zu finden, ist gleich null. Die Entscheidung fällt aus einer Summe von Einflussfaktoren, einer Melange aus Gewöhnung, sportlichen Rennerfolgen, Hörensagen und dem optischen Eindruck, den der Ski im Regal hinterlässt. Der klassische Griff an die Spitze, um anschließend das Modell mit der anderen Hand kraftvoll durchzubiegen, sagt mehr über die Ausbildung der Oberarmmuskulatur – der eigenen oder der des Verkäufers – aus als über die Qualität der Skier.

Hilfreich kann es daher sein, bei hochpreisigen Modellen die Skier zuerst auszuborgen, ehe man sich für eine Marke entscheidet. Es gibt auch Menschen, die Produkte bereits vorgetestet haben. Nicht immer sind Skitests der Industrie unumstritten, aber sie können doch Anhaltspunkte geben. Der Skiguide war selbst beim renommierten World Skitest mit dabei. Die Veranstaltung unter Ägide von Franz Klammer setzt auf größtmögliche Neutralität. Erreicht wird das durch schwarz verklebte Skioberflächen, unter denen sich die 2010er-Modelle von zehn führenden Marken verbergen. Am „Zauberberg“ Hirschenkogel erprobte eine höchst gemischte Klientel aus aktiven, früheren und Sicher-nie-Rennläufern deren Qualität.

Es war jedenfalls angesichts der eher frühlingshaften Schneeverhältnisse am Hirschenkogel erstaunlich, wie sich aus der Summe der Meinungen jeweils ein charakteristisches Bild zeichnen ließ. In der Folge sind nicht die Ergebnisse des Tests detailliert aufgelistet, doch man kann sich hier durchaus einen guten Überblick verschaffen. Vor allem gilt es sich über den eigenen Fahrstil und seine Vorlieben klar zu werden. Die Palette lässt sich grob in folgende Kategorien einteilen:

Allround. Einfachere Modelle für Freizeitskifahrer, die dahinschwingen wollen und sich beim Tempo nicht am Limit bewegen.

All Mountain. Ist das Allround-Modell für bessere Fahrer, die sich gern auch abseits der Piste wagen, egal ob harter Kunstschnee oder zu weicher, zerfurchter Tiefschnee.

Twin Tip. Gebogen an Spitze und Ende: Nicht nur, aber vor allem für Freunde der Funparks, die auch dem Freeriding nicht abgeneigt sind.

Race. Das sind die alpin rennsportlich auftretenden Geräte, die nicht immer leicht im Griff zu halten sind. Gelingt es, geht die Post ab.

Die Skiindustrie hat sich in jüngster Zeit verstärkt auf unterschiedliche Zielgruppen eingestellt, die nachfolgend ebenfalls berücksichtigt werden. So wächst die Zahl an Skiern für die Dame. War es anfänglich ein reiner Designwettbewerb, hat sich das Bild gewandelt. So wird nun die unterschiedliche Anatomie beim Ski-Schwerpunkt mitberücksichtigt. Schon länger sind Kinder- und Jugendskier nicht einfach Kleinausgaben der Erwachsenenmodelle. Speziell bei Spannung und Taillierung wird auf Leichtgewichte Rücksicht genommen. Bei Twin Tips sind Jugendmodelle besonders stark vertreten.

Zusätzlich gibt es jede Menge Brettln, die nicht ins normale Schema passen. Sportgeräte für Tourengeher ebenso wie reine, ultrabreite Powderskier, Latten mit individuell gestaltbarem Oberflächendesign – oder Produkte aus höchst außergewöhnlichen oder wertvollen Materialien von Stein bis Platin. Diese bilden den Abschluss unserer Skipräsentation für den Winter 2010.

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