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Der Ski Guide Austria
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Skiguide

Skihelm

Helme und Skibrillen

Bei Helmen und Skibrillen ist Design nicht alles.

Ganz schön sicher

Spätestens seit dem von Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus zum Jahreswechsel 2009 verursachten tödlichen Skiunfall ist die passive Pistensicherheit zum Thema geworden. In manchen Ländern gilt nun Helmpflicht, in Österreich setzt man (noch) auf Eigenverantwortung. Doch besonders Kinder sollten stets nur behelmt auf die Pisten.

Beim Wettbewerb um den perfekten Helm setzen Hersteller neben Schutz auch auf Komfort und Design. Der Racing-Helm benötigt eine aerodynamische Form, während beim Freeride-Helm der Tragekomfort bestimmend ist. In beiden Fällen besteht die Außenschale meist aus ABS, einem harten und schlagfesten Material, das auch bei niedrigen Temperaturen nicht springt. Am wichtigsten bei der Wahl des richtigen Helms ist die Größe, denn nur ein passender Helm schützt. Nur wenige bieten wie Carrera zumindest fünf unterschiedliche Helmschalen an. Selbstverständlich ist das Fitting-System im Helm für die Passform entscheidend, doch eine zu große äußere Form wirkt störend. Bei Kinderhelmen ist die innere Größenverstellung entscheidend, um mit den Köpfen der Kleinen mitwachsen zu können. Dies ermöglicht etwa das Disk-Fit-Größenverstellsystem der Casco-Kindermodelle „Powder Jr.“. Andere Kinderhelme (etwa von Julbo) verfügen über einen zusätzlichen wattierten Kinnschutz, um den Helm noch besser am Kopf fixieren zu können.

Freeride-Helme haben oft abnehmbare Ohrenpads und eine austauschbare Innenpolsterung, etwa der „Rent Pro“ von K2. Dies ermöglicht das Tragen von Mützen unter dem Helm. Andere Modelle brillieren durch technische Mätzchen wie einen Anschluss am Helm, mit dem Musik gehört oder telefoniert werden kann. So verfügt der „Variant Brim“ von Smith über „Bluetooth Wireless“. Als Innovation bietet Outdoorspezialist Salewa den Multifunktionshelm „Xenon“, der die Normen für Alpin, Touren, Rodeln, Klettern und Radfahren erfüllt.

Um sich auf der Piste optisch von der Masse abzusetzen, ist Design das beste Mittel. Alle Firmen bieten auf die aktuelle Skimode abgestimmte Helme in knalligen Farben. Extravagantes wie der „Suede“ von Mivida mit Leder an der Außenschale oder das Modell „SP-3 Edelholz“ von Casco, dessen Oberfläche aus mehrschichtig aufgebauten Echthölzern besteht, gehört dazu.

Helm und Skibrille sollten abgestimmt sein. Das Switchen zwischen Helm- und Skibrillenmarke ist nicht zu empfehlen – und teilweise gar nicht möglich. Das im Moment wahrscheinlich innovativste System stammt von Carrera. Am Helm „C1C“ kann seitlich das Brillenband eingehakt werden. Die dazugehörige Skibrille verfügt somit über kein durchgängiges Brillenband.

Bei den Skibrillen stellt gute Sicht den wichtigsten Faktor dar. Schlagwörter wie „Anti-Fog-Technologie“ und „kratzresistentes Brillenglas“ fallen bei fast allen Marken. Oft werden hier Doppelgläser eingesetzt, die besser vor dem Beschlagen der Brille schützen, und im Brillenrand sind in der Regel Belüftungsvorrichtungen integriert. Uvex wirbt bei dem Modell „Variotronic“ mit einem zehntelsekundenschnellen Durchblick dank einer auf Flüssigkristallen basierenden Scheibentechnologie. POC verspricht eine bessere Sicht aufgrund der überdimensionalen Scheibe beim Modell „Lobes“. Das Polykarbonatglas ist durch seine Größe optimal gebogen und garantiert eine verzerrungsfreie Sicht. Auch der Sonnenschutz ist bei der Skibrille von Bedeutung, Qualitätsmarken vertreiben Brillen, die zu 100 Prozent vor UV-A- und UV-B-Strahlung schützen. Zum Komfort von Skibrillen gehört der angenehme Sitz. Mehrschichtiger Schaumstoff am Brillenrand macht die Qualität aus. Ebenfalls wichtig wäre das einfache Wechseln der Brillengläser, um den jeweiligen Lichtverhältnissen zu entsprechen. Bei der „IO-S“-Kollektion von Smith ermöglicht das einfache Anheben der Klipse, dass das Glas sogar mit Handschuhen gewechselt werden kann.

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